0,5 Mrd. Franken Verlust für SNB in Q1 2026
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) weist für das erste Quartal 2026 einen Verlust von 0,5 Mrd. Franken aus. Dieser resultiert aus Verlusten auf Fremdwährungspositionen, die durch Bewertungsgewinne auf dem Goldbestand teilweise kompensiert wurden.
Gold puffert Fremdwährungsverluste
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) verzeichnete im ersten Quartal 2026 einen Verlust von 0,5 Mrd. Franken.
Dieser resultierte hauptsächlich aus einem Verlust von 8,2 Mrd. Franken auf den Fremdwährungspositionen.
Dem gegenüber stand ein Bewertungsgewinn von 7,8 Mrd. Franken auf dem Goldbestand, dessen Menge unverändert blieb.
Der Goldpreis stieg per Ende März 2026 auf 118.400 Franken pro Kilo, verglichen mit 110.919 Franken Ende 2025.
Zusätzlich trugen die Frankenpositionen mit einem Gewinn von 40,4 Mio. Franken positiv zum Ergebnis bei.
Auf den Fremdwährungspositionen fielen Kursverluste von 5,3 Mrd. Franken auf Zinspapieren und 6,3 Mrd. Franken auf Beteiligungspapieren an, während Zins- und Dividendenerträge 3,2 Mrd. bzw. 0,6 Mrd. Franken betrugen.
Marktschwankungen prägen das Ergebnis
Das Ergebnis der Nationalbank ist stark von der Entwicklung der Gold-, Devisen- und Kapitalmärkte abhängig.
Dies führt regelmäßig zu erheblichen Schwankungen, weshalb Rückschlüsse auf das Jahresergebnis nur bedingt möglich sind.
Gemäß Artikel 30 Absatz 1 des Nationalbankgesetzes (NBG) ist die SNB verpflichtet, Rückstellungen für Währungsreserven zu bilden.
Diese sollen sicherstellen, dass die Währungsreserven auf dem geld- und währungspolitisch erforderlichen Niveau gehalten werden können.
Die genaue Zuweisung für das laufende Geschäftsjahr wird jedoch erst am Jahresende festgelegt.
Die Frankenpositionen, die einen Gewinn von 40,4 Mio. Franken erzielten, speisen sich im Wesentlichen aus der Verzinsung von Sichtguthaben auf Girokonten und aus liquiditätsabschöpfenden Operationen wie Repogeschäften und eigenen Schuldverschreibungen der SNB.
Volatilität als Konstante
Der Quartalsverlust der SNB ist angesichts der inhärenten Volatilität ihrer Bilanz keine Überraschung und sollte nicht überinterpretiert werden.
Er unterstreicht jedoch die ständige Exposition gegenüber globalen Marktfluktuationen, die das Ergebnis stark beeinflussen.
Für die geldpolitische Steuerung ist die kurzfristige Performance weniger relevant als die langfristige Stabilität der Währungsreserven.