Abwicklungsfonds stabil: Bankenbeiträge drittes Jahr ausgesetzt
Der Einheitliche Abwicklungsfonds (SRF) der Bankenunion hat sein Zielniveau zum Jahresende 2025 erneut erreicht. Banken müssen daher im dritten Jahr in Folge keine Beiträge zum Fonds leisten, wie der SRB heute bekannt gab.
Stabilität im Abwicklungsfonds: Keine neuen Beiträge nötig
Der Einheitliche Abwicklungsausschuss (SRB) hat heute bekannt gegeben, dass das Zielniveau des Einheitlichen Abwicklungsfonds (SRF) zum Ende des Jahres 2025 weiterhin erreicht ist.
SRB-Vorsitzender Dominique Laboureix erklärte in Brüssel, dass die Banken somit im dritten Jahr in Folge keine Beiträge zum Fonds für das kommende Jahr leisten müssen, es sei denn, die Umstände ändern sich.
Diese Entscheidung bestätigt die solide Kapitalisierung des Fonds und trägt zur Stabilität des europäischen Bankensektors bei.
Der SRF ist ein zentrales Element des Bankenunionsrahmens und wird von der Finanzindustrie finanziert.
Seine Hauptaufgabe ist es, die geordnete Abwicklung von Banken in Schieflage zu ermöglichen und die Finanzstabilität zu wahren, ohne dabei auf Steuergelder zurückgreifen zu müssen.
Die kontinuierliche Erfüllung des Zielniveaus zeigt, dass der Fonds bereit ist, seine Aufgaben effektiv zu erfüllen und potenzielle Krisen abzufedern.
Eine weitere Überprüfung des Zielniveaus ist für Anfang 2027 vorgesehen.
Über 81 Milliarden Euro: Fonds übertrifft Zielvorgaben
Die Überprüfung des Zielniveaus des Einheitlichen Abwicklungsfonds (SRF) erfolgt jährlich durch den Einheitlichen Abwicklungsausschuss (SRB).
Gemäß den regulatorischen Vorgaben muss der Fonds mindestens 1 Prozent der gedeckten Einlagen aller 21 Mitgliedstaaten der Bankenunion umfassen.
Zum 31. Dezember 2025 belief sich der Fonds auf über 81 Milliarden Euro.
Diese Summe bestätigt, dass der Fonds seine regulatorischen Anforderungen erfüllt und eine robuste Basis für die Bewältigung potenzieller zukünftiger Abwicklungsfälle bietet.
Die Tatsache, dass das Zielniveau erreicht wurde, führt zu einer Entlastung der Banken von weiteren Beitragszahlungen und ermöglicht es ihnen, ihre Ressourcen anderweitig einzusetzen.
Dies spiegelt die Effektivität des etablierten Abwicklungsrahmens wider und fördert das Vertrauen in die europäische Finanzstabilität.