Slavka Eley: Bankenunion braucht dynamische Krisenbereitschaft
SRB-Vorstandsmitglied Slavka Eley unterstreicht die Notwendigkeit einer dynamischen operativen Krisenbereitschaft in der Bankenunion. Sie betonte die kontinuierliche Anpassung an neue Risiken und die Bedeutung von Simulationen und Bewertung.
Ständige Anpassung an neue Risiken
SRB-Vorstandsmitglied Slavka Eley betonte, dass die Stärkung der Krisenbereitschaft im Kern des Mandats des Einheitlichen Abwicklungsmechanismus (SRM) liegt.
Die SRM Vision 2028 leitet die Arbeit, um sowohl bekannte als auch neue Risiken effektiv anzugehen.
Abwickelbarkeit ist kein statischer Zustand, sondern ein iterativer Prozess, der eine kontinuierliche Anpassung an sich schnell ändernde Marktbedingungen und aufkommende Gefahren erfordert.
Dies umfasst wachsende Abhängigkeiten von kritischen Technologieanbietern, den raschen Einzug von KI in Bankoperationen und erhöhte Cyber-Sicherheitsbedrohungen.
Banken müssen ihre Geschäftsfortführungsübungen durchführen, um die Widerstandsfähigkeit ihrer IKT-Systeme zu testen.
Drei Säulen der operativen Bereitschaft
Die SRB stärkt ihre operative Krisenbereitschaft durch drei Säulen: umfassende Krisenrichtlinien, ein robustes Instrumentarium (z.B. Bail-in-Rechner) und geschultes Personal.
Simulationsübungen, sogenannte Dry Runs, testen Abwicklungsstrategien unter realistischem Zeitdruck, identifizieren Schwachstellen und verfeinern Methoden.
Eine präzise Bewertung in der Krise ist ebenfalls unerlässlich, wofür die SRB in Modelle und Experten investiert.
Vom Plan zur gelebten Praxis
Die Rede betont den kritischen Übergang von der theoretischen Abwicklungsplanung zur praktischen, operativen Krisenbereitschaft.
Angesichts der dynamischen Risikolandschaft erfordert dies eine unermüdliche Anpassung und kontinuierliche Tests, was einen kollektiven und fortlaufenden Einsatz von Banken und Behörden voraussetzt.
Nur so kann die Bankenunion ihre Widerstandsfähigkeit in einer sich wandelnden Bedrohungslandschaft wirklich unter Beweis stellen.