SRB begrüßt EU-Kommissions-Kommunikation zu Bankenwettbewerb
Der Single Resolution Board (SRB) begrüßt die Kommunikation der Europäischen Kommission zur Wettbewerbsfähigkeit des Bankensektors und des Binnenmarktes. Die Konsultation soll die Fragmentierung überwinden und die Kapitalmobilität in der EU fördern.
Wege zu einem echten Banken-Binnenmarkt
Ein wettbewerbsfähiger EU-Bankensektor ist entscheidend für den Erfolg der Spar- und Investitionsunion, so die Europäische Kommission.
Die in den letzten 15 Jahren durchgeführten Reformen, einschließlich der Bankenunion, haben maßgeblich zur Finanzstabilität beigetragen und resilientere Banken geschaffen.
Dennoch bleibt der Binnenmarkt für Bankdienstleistungen fragmentiert, mit begrenzten grenzüberschreitenden Aktivitäten und einer unvollendeten Bankenunion.
Dies behindert Entwicklungschancen und die Finanzierung der EU-Wirtschaft.
Die Konsultation zielt darauf ab, Feedback von Stakeholdern zu sammeln, um die Schaffung eines echten Banken-Binnenmarktes, die Verbesserung der Kapitalmobilität und die Stärkung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit des EU-Bankensektors voranzutreiben.
Sie konzentriert sich auf drei Hauptbereiche: Wettbewerbsfähigkeit, Binnenmarkt und Bankenunion sowie die Komplexität des Regulierungsrahmens.
Hürden für grenzüberschreitende Bankgeschäfte
Berichte zeigen, dass grenzüberschreitende Bankaktivitäten im Euroraum in den letzten zehn Jahren stagnierten.
Der SRB hebt in seinen Antworten hervor, dass divergierende Umsetzungen von EU-Bankenregeln, unterschiedliche Aufsichtspraktiken und Anforderungen an die Kapital- und Liquiditätsallokation auf lokaler Ebene wesentliche Hemmnisse darstellen.
Auch die unvollständige Bankenunion, etwa das Fehlen eines europäischen Einlagensicherungssystems, wird als Faktor genannt.
Insbesondere bei MREL-Anforderungen entstehen zusätzliche Kosten für Bankengruppen, die auf Tochtergesellschaften statt Zweigstellen setzen.
Laut SRB MREL-Dashboard lag der durchschnittliche interne MREL-Zielwert im ersten Halbjahr 2025 bei 21,9 Prozent der risikogewichteten Aktiva.