Nettoauslandsvermögen steigt auf 3.661 Milliarden Euro
BBK Daten

Net­toaus­lands­ver­mö­gen steigt auf 3.661 Milliarden Euro

Deutschlands Nettoauslandsvermögen ist Ende 2025 auf 3.661,1 Milliarden Euro gestiegen. Laut Bundesbank überstiegen die gesamten Auslandsaktiva von 14.424,3 Milliarden Euro die Passiva um 211,5 Milliarden Euro mehr als im Vorjahr.

Kapitalexporte treiben Vermögensplus

Der Anstieg des deutschen Nettoauslandsvermögens um 211,5 Mrd. Euro auf 3.661,1 Mrd. Euro ging maßgeblich auf laufende Transaktionen der Kapitalbilanz zurück.

Diese steuerten netto 283,6 Mrd. Euro bei, da inländische Anleger mit 823,2 Mrd. Euro deutlich mehr Auslandsaktiva erwarben als ausländische Investoren in Deutschland anlegten (539,6 Mrd. Euro).

Dem standen negative nichttransaktionsbedingte Effekte von 72,1 Mrd. Euro gegenüber.

Während positive Marktpreiseffekte das Nettovermögen um 92,9 Mrd. Euro stützten, führten Wechselkursveränderungen zu rechnerischen Einbußen von 228,2 Mrd. Euro.

Zudem erbrachten sonstige statistische Anpassungen ein rechnerisches Plus von 63,3 Mrd. Euro.

Insgesamt erreichten die Aktiva 14.424,3 Mrd. Euro, die Passiva beliefen sich auf 10.763,2 Mrd. Euro.

Währungsreserven und Einlagen legen zu

Die Bestände entwickelten sich je nach Anlageklasse uneinheitlich.

Den stärksten Zuwachs beim Aktivsaldo verzeichneten die übrigen Kapitalanlagen, deren Nettoforderungsposition um 156,2 Mrd. Euro auf 1.235,1 Mrd. Euro stieg – getrieben von einem Anstieg bei Bargeld und Einlagen auf 804,0 Mrd. Euro.

Die Währungsreserven erhöhten sich vor allem infolge von Marktpreisgewinnen um 118,1 Mrd. Euro auf 481,8 Mrd. Euro.

Dagegen verringerte sich der Saldo bei Wertpapieranlagen um 58,6 Mrd. Euro auf 999,2 Mrd. Euro, während der Nettoüberhang bei Direktinvestitionen leicht auf 873,0 Mrd. Euro nachgab.

Hohes Polster, offene Flanke

Das Milliardenplus festigt Deutschlands Position als einer der größten Gläubiger weltweit.

Doch Wechselkursverluste von fast 230 Milliarden Euro zeigen die Anfälligkeit dieser Auslandsaktiva.

Ohne Devisenabsicherung neutralisieren Währungsschwankungen einen beachtlichen Teil der laufenden Kapitalexporte.

Quelle: Das deutsche Auslandsvermögen Ende 2025

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