M3-Wachstum im Euroraum sinkt auf 3,0 Prozent, M1 auf 4,8 Prozent
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M3-Wachstum im Euroraum sinkt auf 3,0 Prozent, M1 auf 4,8 Prozent

Die Jahreswachstumsrate des weit gefassten Geldmengenaggregats M3 im Euroraum sank im Februar 2026 auf 3,0 Prozent. Auch das enger gefasste Aggregat M1 verlangsamte sich auf 4,8 Prozent.

M3 und M1 verlieren an Dynamik

Das weit gefasste Geldmengenaggregat M3 im Euroraum verzeichnete im Februar 2026 eine Jahreswachstumsrate von 3,0 Prozent, nach 3,2 Prozent im Januar (korrigiert von 3,3 Prozent).

Im Durchschnitt der drei Monate bis Februar lag das Wachstum ebenfalls bei 3,0 Prozent.

Das enger gefasste Aggregat M1, das Bargeldumlauf und täglich fällige Einlagen umfasst, verringerte seine Jahreswachstumsrate von 5,2 Prozent im Januar auf 4,8 Prozent im Februar (korrigiert von 5,3 Prozent).

Die sonstigen kurzfristigen Einlagen (M2 - M1) stiegen im Berichtsmonat auf 0,2 Prozent, nach einem Rückgang von 0,6 Prozent im Januar.

Gleichzeitig sank die jährliche Zuwachsrate der marktfähigen Finanzinstrumente (M3 - M2) von 1,3 Prozent auf -1,3 Prozent.

Der Beitrag von M1 zur Jahreswachstumsrate von M3 lag im Februar bei 3,1 Prozentpunkten, während die sonstigen kurzfristigen Einlagen 0,1 Prozentpunkte beitrugen und marktfähige Finanzinstrumente einen negativen Beitrag von -0,1 Prozentpunkten leisteten.

Kreditvergabe an Unternehmen zieht leicht an

Die Jahreswachstumsrate der bereinigten Buchkredite an private Haushalte verharrte im Februar bei 3,0 Prozent.

Im Gegensatz dazu stieg die Jahreswachstumsrate der bereinigten Buchkredite an nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften leicht von 2,8 Prozent im Januar auf 2,9 Prozent im Februar.

Insgesamt sanken die Forderungen an Nicht-MFIs im Euroraum auf 2,2 Prozent nach 2,5 Prozent im Vormonat.

Dabei verringerte sich die jährliche Wachstumsrate der Forderungen an öffentliche Haushalte von 0,9 Prozent auf 0,1 Prozent.

Die Einlagen privater Haushalte blieben mit 3,2 Prozent unverändert, während die Einlagen nichtfinanzieller Kapitalgesellschaften auf 3,9 Prozent stiegen.

Disinflationstrend setzt sich fort

Die weitere Verlangsamung des Geldmengenwachstums bestätigt den anhaltenden Disinflationstrend im Euroraum.

Dies signalisiert eine gedämpfte Nachfrage und stützt die Erwartung einer stabilen Preisentwicklung.

Obwohl die Kreditvergabe an Unternehmen leicht anzieht, bleibt das Gesamtbild der Geldmengenentwicklung restriktiv und dürfte die EZB in ihrer aktuellen geldpolitischen Haltung bestärken.

Quelle: Geldmengenentwicklung im Euroraum: Februar 2026

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