Kampagne gegen 580 Millionen Euro Zahlungsbetrug
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Kampagne gegen 580 Millionen Euro Zahlungsbetrug

Rund 1,8 Millionen Betrugsfälle verursachten 2025 über 580 Millionen Euro Schaden im Zahlungsverkehr. Die Deutsche Bundesbank und das Bundesfinanzministerium starten am 10. Oktober eine einmonatige Kampagne gegen Phishing, um Verbraucher vor betrügerischen Anrufen und Webseiten zu schützen.

Schadensrekord erzwingt breite Abwehr

Nach Erhebungen der Deutschen Bundesbank haben Betrüger im Jahr 2025 bei rund 1,8 Millionen Zahlungsvorgängen einen Gesamtschaden von über 580 Millionen Euro verursacht.

Um dieser Entwicklung zu begegnen, startet der im November 2025 gegründete „Roundtable Betrugsbekämpfung“ am 10. Oktober die Initiative „Machen wir Phishen Impossible!“.

Die Schirmherrschaft teilen sich die Bundesbank und das Bundesfinanzministerium.

„Wirksame Prävention kann nur über Branchengrenzen hinweg gelingen und erfordert die gemeinsame Anstrengung aller Beteiligten“, sagte Bundesbank-Vorstandsmitglied Lutz Lienenkämper.

Ziel sei es, Bürger aller Altersgruppen für verdächtige Kontaktaufnahmen zu sensibilisieren.

Videos gegen gefälschte Bankanrufe

Rund einen Monat lang informieren Partner aus Finanzwirtschaft, Telekommunikation, Handel und Behörden über Phishing-Gefahren.

Über die Plattform www.phishen-impossible.de und soziale Medien klären Videos über gefälschte Bankanrufe und Identitätsdiebstahl auf.

Die Initiative basiert auf einer österreichischen Vorlage.

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil mahnte: „Wir alle können uns gegen Betrug schützen – und es Betrügern so schwer wie möglich machen.“

Wer digital bezahle, brauche solides Finanzwissen.

Aufklärung allein stoppt keine Banden

Ein Schaden von 580 Millionen Euro belegt das gravierende Sicherheitsdefizit im digitalen Zahlungsverkehr.

Videos und Verhaltenstipps wälzen die Verantwortung jedoch einseitig auf die Endkunden ab.

Solange Banken und Telekomkonzerne keine harten technischen Schutzschranken erzwingen, bleibt die Kampagne reine Kosmetik.

Quelle: Kampagne gegen Betrug im Zahlungsverkehr

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