Unternehmenskredite verteuern sich auf 3,79 Prozent
BBK Data

Un­ter­neh­mens­kre­di­te verteuern sich auf 3,79 Prozent

Im Juni 2026 stiegen die Kreditfinanzierungskosten für Unternehmen im Euroraum um 15 Basispunkte auf 3,79 Prozent. Die Zinssätze für Wohnungsbaukredite an private Haushalte blieben mit 3,51 Prozent weitgehend unverändert, während Unternehmenseinlagen sich auf 2,21 Prozent verteuerten.

Firmenkredite und Einlagen legen zu

Der gewichtete Indikator der Kreditfinanzierungskosten für Unternehmen im Euro-Währungsgebiet verzeichnete im Juni 2026 einen Anstieg um 15 Basispunkte auf 3,79 Prozent.

Treiber dieser Entwicklung waren vor allem kurzfristige Großkredite über einer Million Euro mit variabler Verzinsung oder einer Zinsbindung von bis zu drei Monaten, deren Zinssatz um 26 Basispunkte auf 3,54 Prozent kletterte.

Auch bei kleineren Firmenkrediten bis 250.000 Euro erhöhte sich der durchschnittliche Zins um 13 Basispunkte auf 3,91 Prozent.

Parallel dazu verzinsten Banken neue Termineinlagen von Unternehmen attraktiver: Der Zinssatz für Laufzeiten von bis zu einem Jahr stieg um 16 Basispunkte auf 2,19 Prozent, während täglich fällige Einlagen um 6 Basispunkte auf 0,59 Prozent zulegten.

Stabile Baudarlehen und günstigere Konsumkredite

Bei den privaten Haushalten zeigte sich die Baufinanzierung im Juni stabil: Der Indikator verharrte bei 3,51 Prozent.

Wohnungsbaukredite mit Zinsbindung von einem bis fünf Jahren zogen um 6 Basispunkte auf 3,52 Prozent an.

Konsumentenkredite verbilligten sich hingegen um 12 Basispunkte auf 7,50 Prozent.

Auf der Einlagenseite stieg der Zinssatz für neue Haushaltseinlagen mit vereinbarter Laufzeit um 13 Basispunkte auf 2,09 Prozent.

Festgelder bis zu einem Jahr verzinsten sich im Schnitt mit 2,03 Prozent.

Wenig Dynamik für Verbraucher

Die Juni-Statistik zeigt eine funktionierende Zinsweitergabe im Euroraum.

Während höhere Firmenkreditzinsen Risikobewertungen spiegeln, bleiben Bauzinsen bemerkenswert träge.

Für Sparer bringen die leicht steigenden Einlagensätze kaum reale Gewinne.

Quelle: MFI-Zinsstatistik für den Euroraum: Juni 2026

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