Falschgeld-Schaden sinkt auf 1,75 Millionen Euro
Die Deutsche Bundesbank hat im ersten Halbjahr 2026 rund 30.000 falsche Euro-Banknoten registriert. Das entspricht einem Rückgang um 4,3 Prozent gegenüber dem Vorhalbjahr. Die Schadenssumme sank um fünf Prozent auf 1,75 Millionen Euro.
Der Fünfziger bleibt die Lieblingsblüte
Im ersten Halbjahr 2026 entfielen rechnerisch lediglich sieben gefälschte Banknoten auf 10.000 Einwohner.
Dennoch zeigen sich deutliche Verschiebungen bei den Stückelungen: Während die Fälschungen beim 50-Euro-Schein um sechs Prozent auf 14.222 Stück zurückgingen, bleibt er mit 47 Prozent Anteil der Spitzenreiter.
Demgegenüber verzeichnete die 100-Euro-Note einen drastischen Anstieg um 61 Prozent auf 5.043 Fälschungen.
Vorstandsmitglied Lutz Lienenkämper betonte das geringe Vorkommen im Zahlungsverkehr.
Auffällig ist der gewachsene Anteil schlichter Fälschungen mit Aufdrucken wie "MovieMoney", "Prop copy" oder "Facsimile".
Diese Primitivfälschungen imitieren keinerlei Sicherheitsmerkmale und lassen sich beim Fühlen, Sehen und Kippen sofort als Falschgeld entlarven.
Münzfälschungen legen deutlich zu
Entgegengesetzt zum Trend bei den Papierscheinen verzeichneten gefälschte Münzen einen spürbaren Zuwachs.
Die Zahl der entdeckten Falschmünzen stieg im Vergleich zum Vorhalbjahr um 8,6 Prozent auf rund 64.900 Stück.
Rechnerisch kamen damit 15 falsche Münzen auf 10.000 Einwohner.
Der überwiegende Großteil entfiel mit 59.092 Stück beziehungsweise 91,1 Prozent auf das 2-Euro-Stück.
Falschmünzen fallen vor allem durch unsaubere Prägungen sowie ein abweichendes Magnetverhalten im Vergleich zu echten Geldstücken auf.
Entwarnung mit Schönheitsfehlern
Die Statistik der Bundesbank liefert beruhigende Zahlen für Verbraucher im Alltagsverkehr.
Der deutliche Sprung bei den gefälschten 100-Euro-Scheinen zeigt jedoch, dass Kriminelle ihre Methoden gezielt anpassen.
Ohne konsequente Eigenprüfung am Point of Sale bleibt der Handel trotz sinkender Falschgeldzahlen verwundbar.