Geldvermögen der Haushalte wächst, Unternehmen erholen sich
Deutsche Haushalte haben im dritten Quartal 2025 ihr Geldvermögen um 78,2 Milliarden Euro ausgebaut. Nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften verzeichneten eine Geldvermögensbildung von 28,5 Milliarden Euro, nach einem Rückgang im Vorjahr.
Haushalte setzen auf Fonds und Versicherungen
Die Geldvermögensbildung der privaten Haushalte in Deutschland stieg im dritten Quartal 2025 auf 78,2 Milliarden Euro, ein Anstieg gegenüber den 70,0 Milliarden Euro im zweiten Quartal 2024.
Dieser Zuwachs wurde maßgeblich durch Anteile an Investmentfonds und Versicherungs-, Alterssicherungs- und Standardgarantie-Systeme getragen, die um 21,5 Milliarden Euro bzw. 11,2 Milliarden Euro zulegten.
Im Gegensatz dazu sank die Bildung von Spareinlagen und Sparbriefen um 3,3 Milliarden Euro, während Termineinlagen mit einem geringen Plus von 0,5 Milliarden Euro nahezu stagnierten.
Bargeld und Sichteinlagen verzeichneten einen Zuwachs von 33,8 Milliarden Euro.
Gleichzeitig stiegen die Kreditverbindlichkeiten der Haushalte deutlich um 16,2 Milliarden Euro, nach 2,5 Milliarden Euro im zweiten Quartal 2024.
Die Verschuldungsquote blieb mit 49,0 Prozent stabil.
Unternehmen bauen Liquidität auf
Nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften in Deutschland konnten ihre Geldvermögensbildung im dritten Quartal 2025 auf 28,5 Milliarden Euro steigern.
Dies stellt eine deutliche Erholung dar, nachdem im zweiten Quartal 2024 noch ein Rückgang von 35,0 Milliarden Euro verzeichnet wurde.
Insbesondere Bargeld und Einlagen trugen mit einem Zuwachs von 38,5 Milliarden Euro maßgeblich zu dieser Entwicklung bei, was auf einen verstärkten Liquiditätsaufbau hindeutet.
Die Kreditverbindlichkeiten der Unternehmen stiegen ebenfalls weiter an, um 27,6 Milliarden Euro im dritten Quartal 2025.
Die Verschuldungsquote der nichtfinanziellen Kapitalgesellschaften verharrte stabil bei 68,1 Prozent.
Stabilität mit neuen Schwerpunkten
Die aktuellen Daten zeigen eine robuste Geldvermögensbildung, was auf anhaltende wirtschaftliche Stabilität hindeutet.
Haushalte schichten von traditionellen Sparformen in Fonds und Versicherungen um, eine Anpassung an das Zinsumfeld.
Steigende Verbindlichkeiten in beiden Sektoren bleiben jedoch ein Beobachtungsfeld für die Finanzstabilität.