Werning beziffert Inflationssteuer auf 390 Millionen Dollar
BCRA Rede

Werning beziffert Inflationssteuer auf 390 Millionen Dollar

BCRA-Vizepräsident Vladimir Werning hat auf der 47. IAEF-Jahrestagung die geldpolitische Wende verteidigt und frühere Kosten beziffert. Zwischen 2003 und 2023 habe der Staat den argentinischen Familien 390 Millionen US-Dollar über die Inflationssteuer entzogen.

Das Ende der Geldillusion

Auf der Jahrestagung des IAEF in Iguazú präsentierte Zentralbank-Vizepräsident Vladimir Werning eine umfassende Bestandsaufnahme der argentinischen Geldpolitik.

Laut seiner Untersuchung entzog der Staat den Bürgern zwischen 2003 und 2023 über die Inflationssteuer insgesamt 390 Millionen US-Dollar.

Werning trat der These entgegen, wonach moderate Inflation unbedenklich sei; empirische Belege widerlegten diese Geldillusion eindeutig.

Das aktuelle Notenbank-Management setze auf monetäre Zurückhaltung, Devisenüberschüsse und die Reaktivierung des Kreditzyklus.

Begleitend treibe die Zentralbank strukturelle Reformen voran, darunter Anpassungen der Satzung, Fremdwährungskredite und Hypothekenfinanzierungen.

Fünf Schocks und ein Kon­so­li­die­rungs­pfad

Trotz fünf erheblicher Schocks verzeichnet das wirtschaftliche Konsolidierungsprogramm laut Werning fünf entscheidende Erfolge bei der makroökonomischen Stabilisierung.

Der Vizepräsident betonte die Tragfähigkeit des aktuellen Kurses im Vergleich zu früheren argentinischen Programmen und internationalen Erfahrungen.

Das Stabilisierungsprogramm ziele darauf ab, dauerhafte Grundlagen für wirtschaftliches Wachstum zu schaffen.

Die Reformen im Finanzsektor sollen zudem den privaten Kreditmarkt nachhaltig vertiefen.

Ambitioniert, aber vor­aus­set­zungs­reich

Die Abrechnung mit zwei Jahrzehnten Inflationspolitik liefert das Fundament für den Kurs der Notenbank.

Ob die Stabilisierung gelingt, entscheidet sich an der realen Erholung des Kreditmarkts.

Für Marktteilnehmer bleibt das Reformtempo ermutigend, die langfristige Tragfähigkeit aber offen.

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