Argentinien und China verlängern Swap auf fünf Jahre
BCRA Press

Argentinien und China verlängern Swap auf fünf Jahre

Die Zentralbanken Argentiniens und Chinas haben ihr bilaterales Währungsswap-Abkommen über 130 Milliarden Renminbi erneuert. Die Laufzeit wurde von drei auf fünf Jahre verlängert, um mehr Planungssicherheit für Handel und Finanzstabilität zu schaffen.

Fünf Jahre statt drei

Die People's Bank of China und die Banco Central de la República Argentina erneuern ihre bilaterale Währungsswap-Vereinbarung über ein Gesamtvolumen von 130 Milliarden Renminbi.

Entscheidende Neuerung ist die Ausweitung der Laufzeit von drei auf fünf Jahre, was eine spürbar höhere Planungssicherheit bietet.

Eine Inanspruchnahme in Höhe von 35 Milliarden Renminbi – umgerechnet rund fünf Milliarden US-Dollar – bleibt weiterhin in Kraft.

Diese Tranche war Anfang 2023 aktiviert worden, um die argentinische Finanzstabilität zu sichern sowie Handel und Investitionen zwischen beiden Ländern zu fördern.

Siebzehn Jahre Wäh­rungs­ko­ope­ra­ti­on

Die erneute Unterzeichnung stärkt die Zusammenarbeit zwischen beiden Währungsbehörden und führt eine langjährige Partnerschaft fort.

Die Währungskooperation zwischen Buenos Aires und Peking besteht seit 17 Jahren.

Das erste bilaterale Swap-Abkommen schlossen die Institute im Jahr 2009.

Seitdem dient die Vereinbarung als Instrument, um in Phasen finanzieller Anspannung Devisenreserven zu stützen und den wirtschaftlichen Austausch abzusichern.

Finanzielle Lebensader nach Osten

Die Verlängerung auf fünf Jahre schafft eine notwendige Atempause für Argentiniens notorisch knappe Devisenreserven.

Doch der Währungsswap kaschiert nur die strukturellen Ungleichgewichte des Landes, statt sie grundlegend zu beheben.

Für Peking festigt die Vereinbarung vor allem den strategischen Einfluss im lateinamerikanischen Finanzraum.