Banco de España legt Forschungs-Prioritäten für 2025 bis 2030 fest
Die Banco de España hat ihre Analyse-Prioritäten für die Jahre 2025 bis 2030 veröffentlicht. Vier Hauptthemen sollen die Forschung in den kommenden fünf Jahren leiten und die Entscheidungsfindung der Zentralbank untermauern.
Vier Säulen für die Forschung
Die Banco de España hat vier miteinander verbundene thematische Bereiche als Kern ihrer Analyse-Prioritäten für 2025-30 identifiziert.
Erstens umfassen die 'Säulen des Zentralbankwesens' die Kernfunktionen der Bank, wie Geldpolitik, Bankenregulierung und -aufsicht sowie Zahlungssysteme.
Zweitens befasst sich 'Europäische Resilienz in einer sich wandelnden Welt' mit den Auswirkungen globaler Verschiebungen, darunter Pandemien, Kriege und die Neuausrichtung der EU-Politiken in Industrie und Handel.
Dieser Bereich berücksichtigt zudem tiefgreifende wirtschaftliche Veränderungen wie Digitalisierung, künstliche Intelligenz und die grüne Transformation.
Drittens werden 'Herausforderungen für die spanische Wirtschaft' beleuchtet, darunter Produktivität, Innovation, Arbeits- und Wohnungsmarkt, demografische Veränderungen und die Nachhaltigkeit der öffentlichen Finanzen.
Viertens bieten 'Globale Trends' Einblicke in nicht-ökonomische Faktoren wie Klimawandel, Alterung und institutionelle Qualität, analysiert durch multidisziplinäre Ansätze.
Neue Methoden für tiefere Einblicke
Die Banco de España entwickelt ihre Forschungsmethoden weiter.
Ein verstärkter Fokus liegt auf der Modellierung, die ökonomische Unsicherheit und alternative Szenarien integriert.
Die Nutzung granularer Daten aus administrativen Quellen sowie Unternehmens- und Haushaltsumfragen wird ausgebaut, um Heterogenität in allen Analysebereichen zu berücksichtigen.
Zudem setzt die Bank auf technologische Fortschritte wie KI und Data Science sowie auf multidisziplinäre Ansätze.
Ziel dieser Prioritäten ist es, die Entscheidungsfindung der Banco de España zu stärken, ihre Fähigkeit zur Beeinflussung wichtiger Wirtschaftsdebatten zu erhöhen und die abteilungsübergreifende sowie akademische Zusammenarbeit zu fördern.