KI steigert laut Firmen Produktivität, Beschäftigung kaum verändert
Fast 89 Prozent der KI-nutzenden Firmen Spaniens melden keine nennenswerten Beschäftigungseffekte, berichtet die spanische Zentralbank Banco de España. Mehr als ein Viertel sieht jeweils höhere Produktivität und Investitionen.
Mehr Nutzung, unterschiedliche Reife
Laut Eurostat nutzten 2025 in Spanien 20 Prozent der Firmen ab zehn Beschäftigten KI, im Euroraum 21 Prozent; seit 2021 hat sich die Nutzung mehr als verdoppelt.
Bei Großfirmen ab 250 Beschäftigten lagen Spanien, Deutschland und Frankreich bei 57–58 Prozent.
Die Unternehmensumfrage der Banco de España (EBAE) erfasst Anfang 2026 rund 30 Prozent Nutzung prädiktiver und 35 Prozent generativer KI bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU); Großfirmen erreichen rund 70 Prozent.
KMU experimentieren meist noch, Großfirmen integrieren KI stärker.
Fachkräftemangel hemmt fast die Hälfte der Befragten.
Je rund 6 Prozent melden mehr beziehungsweise weniger Personal.
Nur rund 3 Prozent sehen sinkende Produktivität oder Investitionen; bei externen Diensten steigen die Ausgaben bei 21 Prozent und sinken bei 11 Prozent.
Großfirmen planen stärkeren Umbau
Für die nächsten drei Jahre erwarten 61 Prozent der Großfirmen und 27 Prozent der KMU Produktivitätsgewinne.
Bei Großfirmen rechnen 24 Prozent mit Personalabbau und 18 Prozent mit Aufbau; bei KMU liegen beide Anteile bei 8–9 Prozent.
44 Prozent der Großfirmen erwarten weniger Routinetätigkeiten; 83 Prozent der KMU keine Änderung.
Für analytische Stellen erwarten Großfirmen zu 20 Prozent Zuwächse, zu 15 Prozent Rückgänge.
Mehr Weiterbildung planen 79 Prozent der Großfirmen und 35 Prozent der KMU, mehr Fachpersonal 62 beziehungsweise 17 Prozent, andere Aufgabenverteilung 57 beziehungsweise 21 Prozent.
Wahrnehmung ist kein Wirkungsnachweis
Die Angaben beruhen auf Selbsteinschätzungen, nicht auf präzisen Schätzungen der KI-Wirkung.
Bei moderater Nutzung generativer KI melden fast 40 Prozent Produktivitätsgewinne, bei gelegentlicher Nutzung 14 Prozent.
Die Banco de España hält deshalb weitere quantitative Untersuchungen und die Beobachtung der KMU für notwendig.