Bankenbeschwerden 2025: 45 Prozent weniger Fälle
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Bankenbeschwerden 2025: 45 Prozent weniger Fälle

Die Beschwerden über Banken in Spanien sind 2025 um 45 Prozent auf 30.970 Fälle gesunken. Dies geht aus dem neuen Jahresbericht der Banco de España hervor, der auch neue Kriterien für gute Bankpraxis festlegt.

Weniger Fälle, neue Schwerpunkte

Die Banco de España (BDE) verzeichnete 2025 einen deutlichen Rückgang der Kundenbeschwerden.

Insgesamt gingen 30.970 Beschwerden ein, 45 Prozent weniger als im Vorjahr.

Dieser Rückgang ist hauptsächlich auf die Abnahme von Fällen im Zusammenhang mit Hypothekenkosten zurückzuführen, deren Anteil von 62 auf 22 Prozent fiel.

Gleichzeitig stieg der Anteil der Beschwerden zu Karten (31%) sowie Konten und Überweisungen (29%) stark an.

Die BDE betont, dass ihre Arbeit bei der Lösung von Beschwerden entscheidend für den Kundenschutz und die Aufsicht über das Geschäftsgebaren der Banken ist.

Die durchschnittliche Bearbeitungszeit für Beschwerden sank auf 39 Tage, acht Tage weniger als 2024.

Effektivere Streitbeilegung

Von den eingegangenen Beschwerden wurden 10.856 Fälle zur Bearbeitung zugelassen, was einem leichten Rückgang von 1,8 Prozent gegenüber 2024 entspricht.

Mehr als die Hälfte dieser Fälle endete zugunsten des Beschwerdeführers.

Bemerkenswert ist, dass 38,9 Prozent der Beschwerden zugunsten der Banken entschieden wurden – ein Höchstwert der letzten fünf Jahre.

Der Rektifizierungsindex, der den Anteil der zugunsten der Kunden gelösten Fälle misst, blieb mit 79,4 Prozent stabil.

Im Durchschnitt wurden den Kunden 624,9 Euro zurückerstattet, eine Steigerung von 36 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Dies deutet auf eine verbesserte Streitbeilegung durch die Institute hin, bevor die BDE eingreift.

Verschiebung der Problemfelder

Der Rückgang der Gesamtbeschwerdezahlen ist primär auf den Wegfall der Hypothekenkosten-Fälle zurückzuführen, maskiert aber eine Zunahme anderer Problembereiche wie Betrug.

Die neuen Kriterien der BDE zeigen, dass der Schutz der Bankkunden weiterhin eine dynamische Herausforderung darstellt.

Trotz weniger Fälle unterstreicht die gestiegene Rückerstattungssumme die Effektivität der Aufsichtsfunktion.