BIP-Prognose für Spanien steigt auf 2,6 Prozent
BDE Rede

BIP-Prognose für Spanien steigt auf 2,6 Prozent

Die spanische Notenbank hebt ihre Wachstumsprognose für 2026 auf 2,6 Prozent an, warnt jedoch vor anhaltendem Inflationsdruck. Generaldirektor David López Salido bezifferte die erwartete Teuerungsrate am 9. Oktober 2026 auf 3,9 Prozent.

Konsum und Exporte stützen die Aufwärtsrevision

Die Banco de España korrigiert das Wirtschaftswachstum für 2026 um 0,3 Prozentpunkte auf 2,6 Prozent nach oben.

Für das Gesamtjahr 2027 hebt die Notenbank ihre Erwartung um 0,5 Prozentpunkte auf 2,2 Prozent an.

Für das dritte Quartal 2026 signalisieren die Indikatoren ein robustes Plus von 0,6 Prozent, gestützt auf privaten Konsum und Dienstleistungsexporte.

Parallel verschärft sich die Teuerung: Im September 2026 kletterte die Inflationsrate auf 5,0 Prozent, getrieben durch einen sprunghaften Anstieg der Energiepreise um 22,0 Prozent.

Für das Gesamtjahr 2026 rechnet die Zentralbank nun mit einer Inflation von 3,9 Prozent nach zuvor veranschlagten 3,6 Prozent.

Die Kernrate wird für 2026 auf 3,4 Prozent und für 2027 auf 3,5 Prozent taxiert.

Energieschock und teure Hilfspakete

Hintergrund der Revisionen sind geopolitische Konflikte im Nahen Osten, die Rohöl verteuern und Frachtkosten von 6 auf 25 Prozent des Brent-Preises treiben.

Spaniens Regierung reagierte mit drei Hilfspaketen im Volumen von 0,52 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.

Die Steuersenkungen dämpfen die Teuerung im laufenden Jahr um 0,2 Prozentpunkte, erhöhen jedoch das prognostizierte Haushaltsdefizit von 2,4 auf 2,6 Prozent.

Zugleich wuchs der spanische Inflationsabstand zur Eurozone im September auf 1,22 Prozentpunkte an.

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben

Das robuste Wachstum täuscht über erhebliche Inflationsrisiken hinweg.

Die Energiesubventionen verschieben den Teuerungsschock nur nach 2027 und weiten das Defizit unnötig aus.

Mit anhaltend höheren Inflationsraten als in der Eurozone riskiert Spanien seine Wettbewerbsfähigkeit.

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