Besserer Bankzugang in Spanien trotz steigender Kreditzinsen
Der Zugang spanischer Unternehmen zu Bankkrediten hat sich im zweiten Quartal 2026 weiter verbessert. Laut der SAFE-Umfrage stieg jedoch zum zweiten Mal in Folge auch der Kostendruck durch höhere Zinsen.
Umsatzplus trifft auf höhere Zinsen
Das Barometer zeigt ein zweigeteiltes Bild für Spaniens Wirtschaft im zweiten Quartal 2026.
Der prozentuale Saldo der Unternehmen mit steigenden Umsätzen kletterte auf 23 Prozent, während die Gewinnaussichten mit minus 0,6 Prozent leicht negativ blieben, sich aber gegenüber dem Vorquartal mit minus sechs Prozent deutlich erholten.
Gleichzeitig berichteten die Firmen von anhaltend hohen Kosten, insbesondere bei Vorleistungen.
Die Banken zeigten sich offener für Kreditvergabe, was den Zugang für Unternehmen insgesamt erleichterte.
Dennoch klagten viele Betriebe über höhere Kreditzinsen, die bereits im zweiten Quartal in Folge zulegten.
Große Unternehmen profitieren, kleine Firmen spüren Hürden
Die Ergebnisse der EZB-Umfrage zur Unternehmensfinanzierung verdeutlichen eine zunehmende Diskrepanz nach Unternehmensgröße.
Während große Konzerne von einer verbesserten Kreditverfügbarkeit und positiven Nettogewinnen von neun Prozent profitierten, verschlechterte sich die Lage für kleine und mittlere Unternehmen spürbar.
Bei KMU stieg der Indikator für Finanzierungshindernisse auf fünf Prozent an, getrieben vor allem durch abgelehnte Kreditanträge.
Das generelle Entschuldungstempo verlangsamte sich im gesamten Sektor.