Textilkunst-Ausstellung öffnet Ende September in Madrid
Die spanische Notenbank präsentiert ab dem 28. September 2026 die Ausstellung "El plano flexible" in Madrid. Die Schau widmet sich der eigenen Textilsammlung an der Schnittstelle von Kunst, Architektur und Industrie.
Schnittstelle von Funktion und Ästhetik
Die Ausstellung "El plano flexible" präsentiert vom 28. September 2026 bis zum 27. März 2027 Werke aus der Textilsammlung der Banco de España in Madrid.
Das Konzept begreift das Gewebe als aktives Element, das Räume gliedert, Schall absorbiert und sensorische Erlebnisse schafft.
Die Schau gliedert sich in zwei Abschnitte.
Der erste Teil versammelt klassische Teppiche und Wandteppiche renommierter Manufakturen wie der Real Fábrica de Tapices sowie Werke von Geraert Peemans, Urbanus Leyniers und Jacques Neilson.
Hierbei wird aufgezeigt, wie funktionale Anforderungen und repräsentative Gestaltungsansprüche in institutionellen Räumen zusammenwirken.
Die Bildteppiche dienten nicht nur dem Raumklima, sondern erzählten zugleich komplexe historische Geschichten.
Politische Fäden und moderne Kritik
Der zweite Teil der Ausstellung verlässt die reine Funktionalität und widmet sich der kritischen sowie symbolischen Dimension des Textilen.
Moderne und zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler nutzen das Gewebe als Medium für formale Experimente und gesellschaftliche Reflexion.
Themen wie handwerkliche Traditionen versus industrielle Fertigung sowie feministische Diskurse stehen im Mittelpunkt.
Gezeigt werden Arbeiten von Kunstschaffenden wie Esther Ferrer, Elena del Rivero, Teresa Lanceta, Yto Barrada, Patricia Esquivias und Dora García.
Prunkstücke statt Notenbank-Grau
Die Banco de España beweist eindrucksvoll, dass Notenbanken mehr als nur trockene Zahlen verwalten.
Der gelungene Brückenschlag von historischem Handwerk zu feministischen Diskursen verleiht der Sammlung echte Relevanz.
Ein starkes Signal für eine moderne, gesellschaftlich engagierte Kulturarbeit.