Spanien und Portugal koordinieren quantensichere Kryptografie
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Spanien und Portugal koordinieren quantensichere Kryptografie

Banco de España und Banco de Portugal haben bei ihrem Spitzentreffen am 22. und 23. Oktober 2026 in Lissabon ein Kooperationsprogramm zur Post-Quanten-Kryptografie vereinbart. Es richtet sich gegen Cyberrisiken und Risiken für die Finanzstabilität.

Drei Phasen für die Migration

Eine unterzeichnete Absichtserklärung bildet die Grundlage des Programms.

Beide Zentralbanken sehen systemische Risiken bei einer unkoordinierten Migration zu quantenresistenten Technologien.

Finanzinstitute und Aufseher sollen diese gemeinsam prüfen.

Geteilte Dienstleister, Marktinfrastrukturen und technische Abhängigkeiten sprechen aus ihrer Sicht für koordiniertes Handeln.

Zunächst tauschen die Partner Informationen, bewährte Verfahren und gemeinsame Methoden aus.

Phase zwei sieht mögliche Untersuchungen gemeinsamer Abhängigkeiten, des Vorbereitungsstands und der Migrationsprioritäten vor.

In Phase drei sind Tests, Interoperabilitätsprüfungen und Untersuchungen neuer Technologien möglich.

Eine Arbeitsgruppe mit der Branche soll die letzten beiden Phasen voranbringen.

Breite Beteiligung beider Zentralbanken

Für Spanien nahmen Gouverneur José Luis Escrivá, Vizegouverneurin Soledad Núñez sowie Mayte Ledo, Mercedes Olano, David López Salido, Daniel Pérez Cid und Alberto Ríos teil.

Portugal vertraten Gouverneur Álvaro Santos Pereira, Vizegouverneurin Clara Raposo, die Verwaltungsratsmitglieder Rui Pinto und Luís Morais Sarmento sowie Ricardo Mourinho Félix, Ana Venâncio, Susana Barbosa, João Freitas, Gonçalo Castilho und Tereza Cavaco.

Es war das dritte Spitzentreffen beider Zentralbanken im Jahr 2026; auch Führungskräfte großer Finanzinstitute beider Länder waren eingebunden.

Zusammenarbeit über Kryptografie hinaus

Das Treffen behandelte auch Wettbewerbsfähigkeit sowie Risiken und Chancen künstlicher Intelligenz.

Bilateral standen makroprudenzielle Fragen und Finanzstabilität auf der Tagesordnung.

Ein Seminar zur iberischen Wirtschaftsintegration begleitete die Vorstellung eines gemeinsamen Forschungspapiers zu diesem Thema.

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