Makrokonferenz beleuchtet Firmennetzwerke und Geldpolitik
In Cercedilla versammelt die II. Madrid Macro Mountain Conference am 8. und 9. Oktober 2026 internationale Spitzenforscher. Im Zentrum der Tagung der Banco de España stehen Unternehmensdynamik, Produktionsnetzwerke und die Transmission von Fiskal- und Geldpolitik.
Produktionsnetzwerke und Zombie-Kredite
Die Tagung in der Residenz der spanischen Zentralbank gliedert sich in sechs Fachsitzungen sowie drei Poster-Sessions.
Den Höhepunkt bildet die Keynote von José Víctor Ríos-Rull (University of Pennsylvania) über Geldpolitik ohne Preisrigiditäten auf Basis von Innengeld und Krediten.
Galo Nuño (Banco de España) präsentiert mit Koautoren Modelle zur Katastrophenvorsorge in dynamischen Produktionsnetzwerken, während Gianmarco Ruzzier die allokativen Folgen von Zombie-Krediten beleuchtet.
Zudem analysiert Omar Rachedi die Transmission der Geldpolitik in Investitionsnetzwerken.
Weitere Beiträge von Álvaro Cox und Ludo Visschers widmen sich Humankapital, modernen Dienstleistungen sowie Arbeitsmarktflüssen.
Vom Heiratsmarkt zur Innovationspolitik
Am zweiten Konferenztag stehen mikroökonomische Fundamente und Fiskalpolitik im Fokus.
Henrique Basso (Banco de España) untersucht mit Co-Autoren staatliche Ausgaben in Innovationsnetzwerken, während Côme Poirier die Transmission von Finanzpolitik unter Heterogenität analysiert.
Juan F. Jimeno diskutiert Produktivitätsverzerrungen bei Firmeneintritten.
Daneben beleuchten Studien von Zoe Kuehn und Ana Moreno-Maldonado Arbeitszeitentscheidungen von Ehepaaren sowie Dynamiken auf lokalen Heiratsmärkten.
Netzwerke statt Einheitsmodelle
Das Konferenzprogramm spiegelt den Trend zu granularen Firmennetzwerken und heterogenen Akteuren wider.
Für Zentralbanken ist dieser Detailgrad unverzichtbar, weil pauschale Transmissionsannahmen an realen Verflechtungen scheitern.
Cercedilla etabliert sich damit als relevanter Taktgeber für die empirische Makroökonomie.
Quelle: II Madrid Macro Mountain Conference 2026
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