Festzinshypotheken verlieren bei Großbanken 65,3 Prozent Marge
Die Margen spanischer Festzinshypotheken sanken während der geldpolitischen Straffung 2022–2023 bei großen Banken um 65,3 Prozent. Das zeigt eine am 19. Oktober 2026 veröffentlichte Studie der spanischen Zentralbank (BDE).
Bankgröße prägt die Zinsbindung
Miguel García-Posada Gómez und María Rodríguez Moreno untersuchen spanische Hypotheken von 2019 bis 2023.
Bankmerkmale erklären 89,8 Prozent der erklärten Modellvarianz der Zinsmodalität, Nachfrage- und Vertragsmerkmale 10,2 Prozent.
Allein die Bankgröße trägt 62,5 Prozent bei.
Größere Institute vergeben häufiger Festzinshypotheken, unabhängig von der geldpolitischen Phase.
Vor 2022 erhielten Kreditnehmer mit geringerer Rückzahlungsfähigkeit bei großen wie kleinen Banken häufiger variable oder gemischt verzinste Kredite.
Während der Straffung 2022–2023 verschwand dieser Zusammenhang nur bei Großbanken.
Als groß gelten Institute im obersten Zehntel der jährlichen Bilanzsummenverteilung.
Die Autoren verweisen auf deren bessere Möglichkeiten zur Zinsabsicherung.
Festzinsmargen tragen die Anpassung
Bei kleinen Banken sank die geschätzte Festzinsmarge von 170,1 auf 100,3 Basispunkte, also um 41 Prozent.
Bei Großbanken fiel sie von 190,1 auf 65,9 Basispunkte.
Verglichen werden 2019–2021 und 2022–2023.
Bei variabler oder gemischter Verzinsung änderten sich die Margen statistisch nicht gesichert: bei kleinen Banken von 173,7 auf 181 Basispunkte, bei großen von 160,8 auf 153,9 Basispunkte.
Festzinsmargen messen die Autoren gegenüber laufzeitgleichen Zinsswaps mit einem Monat Verzögerung; sie unterstellen damit eine vollständige Zinsabsicherung.
Zusammenhang ist kein Kausalbeweis
Die Autoren schränken die Trennung von Angebot und Nachfrage ausdrücklich ein, weil Banken und Kunden einander auswählen.
Mit zusätzlichen Bankeffekten verlieren Bankgröße und Finanzierungsstruktur ihre statistische Aussagekraft.
Erträge aus ergänzenden Produktverkäufen bleiben unbeobachtet.