70 Prozent der spanischen Großunternehmen nutzen KI
BDE Studie

70 Prozent der spanischen Großunternehmen nutzen KI

Rund 70 Prozent der Großunternehmen und 30 bis 35 Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen Spaniens nutzen künstliche Intelligenz. Laut Banco de España bleiben die Beschäftigungseffekte begrenzt; Produktivität und Investitionen steigen bei einem Teil der Nutzer.

Mehr Nutzung, anhaltende Größenlücke

Zwischen 2024 und dem ersten Quartal 2026 stieg die KI-Nutzung bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) um rund 16 Prozentpunkte, bei Großunternehmen um knapp 17. KMU experimentieren überwiegend, Großunternehmen nutzen KI intensiver.

Information und Kommunikation erreichen fast 60 Prozent, professionelle und wissenschaftliche Dienstleistungen knapp 50 Prozent.

Rund 89 Prozent melden keine Beschäftigungseffekte in den vergangenen drei Jahren; jeweils etwa 6 Prozent nennen Stellenaufbau oder -abbau.

Mehr als 25 Prozent berichten höhere Produktivität und Investitionen.

Unter Nichtnutzern nennen 61 Prozent Ressourcenmangel als Haupthürde, 18 Prozent fehlenden Nutzen, 11 Prozent technische und 8 Prozent regulatorische oder ethische Hindernisse.

Produktive Firmen greifen häufiger zu

Jacob Hess und Diana Posada Restrepo verknüpfen die Unternehmensbefragung EBAE von 2026 mit Bilanzdaten von 2023.

Eine Standardabweichung mehr Faktorproduktivität geht mit einer um 6,3 Prozentpunkte höheren Nutzungswahrscheinlichkeit einher.

Beim Durchschnittslohn sind es 4,6, beim Anteil immaterieller Vermögenswerte 4,1 Prozentpunkte.

Der Zusammenhang mit der Verschuldung beträgt 0,8 Prozentpunkte und ist statistisch nicht gesichert.

Für die nächsten drei Jahre rechnen 61 Prozent der Großunternehmen mit Produktivitätszuwächsen, gegenüber 27 Prozent der KMU.

Verbreitung allein reicht nicht

Die Autoren knüpfen den gesamtwirtschaftlichen Nutzen an Nutzungsintensität, Qualifikation und digitale Vermögenswerte.

Ohne ergänzende Fähigkeiten sehen sie das Risiko größerer Produktivitätsunterschiede zwischen Unternehmen.

Die zeitversetzten Befragungs- und Bilanzdaten belegen jedoch keine Kausalität.

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