Schuldenquote in Spanien sinkt 2025 auf 100,7 Prozent
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Schuldenquote in Spanien sinkt 2025 auf 100,7 Prozent

Im Jahr 2025 sank Spaniens öffentliche Schuldenquote um 1,0 Prozentpunkte auf 100,7 Prozent des BIP. Das geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Notiz der Banco de España hervor.

Gegen den europäischen Trend

Während in den wichtigsten europäischen Volkswirtschaften die Schuldenquoten 2025 erneut stiegen, ging die Quote in Spanien weiter zurück.

Sie sank um einen Prozentpunkt auf 100,7 Prozent des BIP, nach 101,6 Prozent im Vorjahr und 105,2 Prozent im Jahr 2023.

Das Gesamtvolumen der Maastricht-Schulden erreichte damit 1.698,2 Milliarden Euro.

Haupttreiber für den Rückgang war das nominale Wirtschaftswachstum, das die Quote um 5,6 Prozentpunkte senkte.

Zwar liegt Spanien mit 100,7 Prozent nach wie vor über dem Durchschnitt der Eurozone von 87,4 Prozent, doch verringerte sich der Abstand im Vorjahresvergleich spürbar.

Solide Autonome Gemeinschaften

Ein Blick auf die Subsektoren zeigt eine breit abgestützte Haushaltskonsolidierung.

Die Zentralverwaltung verzeichnete eine Schuldenquote von 92,6 Prozent des BIP, was einem Rückgang von 0,8 Prozentpunkten entspricht.

Auch die autonomen Gemeinschaften bauten ihre Verschuldung ab und reduzierten ihre Quote auf 20,2 Prozent des BIP.

Die Sozialversicherungen verharrten bei 8,1 Prozent, maßgeblich finanziert durch staatliche Kredite an die Tesorerie.

Die durchschnittliche Laufzeit der spanischen Staatsschulden blieb mit 8,1 Jahren stabil und vergleichbar mit dem europäischen Schnitt von 8,9 Jahren.

Vorbildlicher Abbau trotz hoher Lasten

Spanien zeigt beim Schuldenabbau im europäischen Vergleich eine bemerkenswerte Disziplin.

Dennoch bleibt die absolute Last von knapp 1,7 Billionen Euro ein strukturelles Risiko.

Ob der Trend ohne starkes BIP-Wachstum hält, ist angesichts hoher Zinsen fraglich.