NPL-Quote spanischer Banken fällt auf Tiefststand von 2,53 Prozent
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NPL-Quote spanischer Banken fällt auf Tiefststand von 2,53 Prozent

Spaniens Kreditinstitute weisen im zweiten Quartal 2026 eine solide Verfassung auf: Die NPL-Quote fiel auf einen Tiefststand von 2,53 Prozent, während die Eigenkapitalrendite 16,05 Prozent erreichte. Zudem stieg die harte Kernkapitalquote im Vorjahresvergleich auf 14,11 Prozent.

Stabile Kapitalpolster und sinkende Ausfallraten

Die spanischen Kreditinstitute bauten ihre Eigenmittelausstattung im zweiten Quartal 2026 weiter aus.

Die harte Kernkapitalquote (CET1) kletterte im Vorjahresvergleich von 13,75 Prozent auf 14,11 Prozent, während die Gesamtkapitalquote 18,30 Prozent erreichte.

Gleichzeitig verringerte sich die Quote notleidender Kredite (NPL) bereinigt um Zentralbankguthaben auf einen neuen Tiefststand von 2,53 Prozent nach 2,73 Prozent im Vorjahr.

Bei den von der EZB direkt beaufsichtigten bedeutenden Instituten lag die Quote bei 2,67 Prozent, bei weniger bedeutenden Häusern bei 1,93 Prozent.

Parallel dazu verbesserte sich die Liquiditätsdeckungsquote (LCR) auf 171,07 Prozent und übertrifft die regulatorische Mindestanforderung von 100 Prozent weiterhin deutlich.

Hohe Ertragskraft dämpft Verschuldungsgrad

Die annualisierte Eigenkapitalrendite (ROE) der Institute lag im Juni 2026 bei 16,05 Prozent.

Sie übertraf den Schnitt der Jahre 2015 bis 2019 um knapp neun Prozentpunkte.

Bereinigt um Einmaleffekte des Vorquartals stieg die Rendite von 14,78 Prozent im März auf das aktuelle Niveau.

Der Verschuldungsgrad sank leicht auf 5,60 Prozent, da das Gesamtrisikoengagement stärker wuchs als die anrechenbaren Eigenmittel.

Bei kleineren Banken lag die Verschuldungsquote bei 9,05 Prozent, während Großbanken 5,41 Prozent verzeichneten.

Die Risikokosten blieben mit 1,03 Prozent stabil.

Glänzende Bilanz mit Spätzyklus-Risiko

Die spanischen Banken stehen mit exzellenter Kreditqualität und hoher Rendite überzeugend da.

Dieser Ertragsboom speist sich jedoch vor allem aus dem Zinsumfeld, während das Bilanzwachstum die Kapitalquoten leicht drückt.

Für Investoren bieten die Zahlen ein beruhigendes Polster, markieren aber womöglich den zyklischen Höhepunkt.

Quelle: Supervisory statistics on credit institutions (2026 Q2)

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