Große Grundstücke begünstigen den Bau großer Solarparks
Konzentrierter Landbesitz erleichtert große Solarprojekte, zeigt das am 16. Oktober 2026 veröffentlichte Forschungspapier Nr. 2639 der Banco de España. Eine höhere Konzentration geht mit 62,4 Prozent mehr erwarteter Solarfläche einher.
Weniger Eigentümer, mehr Solarfläche
David Cuberes, Aitor Lacuesta, Carlos Moreno-Pérez und Daniel Oto-Peralías analysieren Spanien, Deutschland, Frankreich, Italien, Belgien und die Niederlande.
Sie verknüpfen 261 Millionen Katasterparzellen mit Anlagendaten in einem Raster von 5 × 5 Kilometern.
Als Konzentrationsmaß dient der Flächenanteil in Parzellen ab 10 Hektar; große Photovoltaikparks umfassen mindestens 50 Hektar.
Steigt das Maß um eine Standardabweichung, erhöht sich deren geschätzte Standortwahrscheinlichkeit um 67,6 Prozent relativ zum Mittelwert.
Die erwartete gesamte Solarfläche steigt um 62,4 Prozent, die Fläche großer Parks um 95,9 Prozent und jene kleinerer Anlagen um 8,3 Prozent.
Die Stichprobe enthält 856 große Solarparks und 2.128 Windparks mit mindestens zehn Turbinen.
Zusammenhängende Flächen brauchen gemeinsame Zustimmung
Solarparks benötigen die Zustimmung nahezu aller Eigentümer einer zusammenhängenden Fläche; Windräder lassen sich flexibler platzieren.
Für große Windparks ist der Zusammenhang im Gesamtraster statistisch nicht gesichert: positiv in Deutschland, Frankreich, Belgien und den Niederlanden, negativ in Italien und nicht gesichert in Spanien.
Im 500-Meter-Raster beträgt der Solareffekt 58,9 Prozent, der Windeffekt 12,1 Prozent.
Bewässerung schwächt den Solareffekt in Spanien ab.
Parzellengrößen ersetzen vertrauliche Eigentümerdaten als Näherungsmaß.
Mehr Ausbau, gebündelte Erträge
Die Autoren benennen einen Verteilungskonflikt: Konzentrierter Landbesitz erleichtert Solarparks, bündelt aber Pachterträge bei wenigen Eigentümern.
Belastungen verbleiben dagegen in den Standortgemeinden.
Als mögliche Ansätze nennen sie Flächenpools, kooperative Pachtmodelle und Agri-Photovoltaik.