Französische Firmen hinken bei KI-Adoption hinterher
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Französische Firmen hinken bei KI-Adoption hinterher

Eine Studie der Banque de France zeigt: Französische Unternehmen nutzen Künstliche Intelligenz deutlich weniger als ihre europäischen Pendants. Dies liegt nicht an Größe oder Sektor, sondern an Bedenken bezüglich Daten, Datenschutz und Ethik.

Deutlicher Rückstand bei KI-Nutzung

Eine aktuelle Umfrage der EZB unter 4.968 Unternehmen in zwölf Euro-Ländern, darunter 625 französische Firmen, offenbart eine deutliche Adoptionslücke bei Künstlicher Intelligenz (KI) in Frankreich.

Nur 23 Prozent der französischen Unternehmen berichten von moderater oder signifikanter KI-Nutzung, verglichen mit 39 Prozent im gesamten Euro-Raum.

Dieser Anteil liegt auch unter dem der anderen großen Volkswirtschaften wie Deutschland (46 Prozent), Spanien (44 Prozent) und Italien (27 Prozent).

Die Studie der Banque de France widerlegt die Annahme, dass dieser Rückstand durch Unterschiede in der Unternehmensgröße oder sektoralen Zusammensetzung erklärt werden kann.

Zwar nutzen größere Firmen im Euro-Raum generell mehr KI (46 Prozent der Großunternehmen gegenüber 32 Prozent der Kleinstunternehmen), doch hinkt Frankreich in jeder Größenkategorie hinterher.

Besonders ausgeprägt ist die Lücke bei großen französischen Firmen, wo nur 22 Prozent KI einsetzen, gegenüber 46 Prozent im Euro-Raum.

Auch über Sektoren hinweg verzeichnet Frankreich durchweg geringere Adoptionsraten, was den breiten Charakter des Rückstands unterstreicht.

Die Daten basieren auf einer Ad-hoc-Modul-Befragung im vierten Quartal 2025.

Bedenken statt fehlender Fähigkeiten

Um die Gründe für die Adoptionslücke zu ergründen, wurden Unternehmen nach wahrgenommenen Barrieren befragt.

Französische Firmen nennen seltener fehlende KI-bezogene Fähigkeiten als Hindernis, weisen jedoch häufiger auf Bedenken hinsichtlich Daten, Datenschutz und ethischer Aspekte hin.

Dies deutet auf eine andere Prioritätensetzung oder Risikowahrnehmung hin.

Die Studie zeigt zudem, dass französische Firmen nicht aufholen werden: Ihr Anteil an KI-Investitionen an den gesamten geplanten Investitionen für das nächste Jahr liegt bei 7,2 Prozent, verglichen mit 9,1 Prozent im Euro-Raum.

Da KI-Investitionen tendenziell bei Unternehmen mit hoher aktueller KI-Intensität höher sind, ist es wahrscheinlich, dass sich die Adoptionslücke im Laufe der Zeit noch vergrößert.

Dies wird durch die Beobachtung gestützt, dass Länder, die zuvor mehr in KI investierten, auch jetzt höhere Investitionen planen.

Wachsende Kluft mit Folgen

Die Studie offenbart eine besorgniserregende Kluft in der KI-Adoption, die sich ohne Gegenmaßnahmen noch verstärken könnte.

Während Ängste vor Jobverlusten unbegründet scheinen, bleiben die Auswirkungen auf Preise und Löhne unklar.

Kurzfristig dürften die Produktivitätsgewinne vor allem den Unternehmensgewinnen zugutekommen.

Quelle: An AI Adoption Gap Among French Firms?

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