FX-Absicherung erklärt Dollar-Rutsch im Frühjahr 2025
Die Schwäche des US-Dollars im April und Mai 2025 war maßgeblich auf die Währungsabsicherung nicht-amerikanischer Investoren zurückzuführen. Dies belegt ein neuer BIS-Bulletin, der die Rolle von FX-Hedging-Aktivitäten untersucht.
Hedging als Haupttreiber der Dollar-Schwäche
Im April 2025 erlebten die US-Wertpapiermärkte einen 'Dreifachrückgang' von Aktien, Anleihen und dem US-Dollar.
Die ungewöhnliche Abwertung des Dollars in einer risikoreichen Phase führte zunächst zu Spekulationen über einen breiten Vertrauensverlust in Dollar-Anlagen.
Ein neuer BIS-Bulletin von Hyun Song Shin, Philip Wooldridge und Dora Xia legt jedoch nahe, dass die Absicherungsaktivitäten nicht-amerikanischer Investoren die plausiblere Erklärung für den Dollar-Rutsch sind.
Investoren reduzierten ihr Währungsrisiko, indem sie ihre Bestände an US-Vermögenswerten behielten, aber ihre FX-Swap- und Forward-Overlays erhöhten.
Die größten Rückgänge des US-Dollars im April und Mai 2025 traten während der asiatischen Handelszeiten auf, was auf eine wichtige Rolle asiatischer Investoren hindeutet.
Diese Ex-post-Absicherung verstärkte den Abwertungsdruck auf den Dollar.
Kosten und Erwartungen prägten Absicherung
In den Jahren vor dem Dollar-Rutsch hatten hohe Absicherungskosten und eine bullische Einschätzung des US-Dollars viele nicht-amerikanische Investoren davon abgehalten, ihre Dollar-Engagements abzusichern.
Die Kosten für die Währungsabsicherung stiegen seit 2022 erheblich an, als die US Federal Reserve ihren jüngsten Zinserhöhungszyklus begann und die kurzfristigen Dollar-Zinssätze in die Höhe trieb.
Dies machte die Absicherung weniger attraktiv, insbesondere für asiatische und europäische Währungen.
Gleichzeitig ermutigte die Aufwertung des US-Dollars zwischen 2021 und 2024 Investoren, ihre Dollar-Portfolios ungesichert zu lassen, um von Währungsgewinnen zu profitieren.
Diese Akkumulation ungesicherter Positionen führte im April 2025 zu verstärkten Ex-post-Absicherungen.