US-Konsum: Börsenbewertung treibt an, schafft aber Risiko
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US-Konsum: Börsenbewertung treibt an, schafft aber Risiko

Die Banque de France analysiert die unerwartete Widerstandsfähigkeit des US-Konsums 2025. Steigende Finanzmarktwerte befeuerten ihn, machen Haushalte aber anfällig für Korrekturen.

Börsenboom stützt US-Konsum unerwartet

Der Konsum in den Vereinigten Staaten zeigte sich 2025 trotz Inflation und Unsicherheit unerwartet widerstandsfähig.

Ein wesentlicher Treiber war der außergewöhnliche Anstieg der Finanzmarktwerte: Der S&P 500 Index stieg von Anfang 2023 bis Ende 2025 um rund 80 Prozent.

Dies führte zu einem erheblichen Wachstum des Nettovermögens der Haushalte, insbesondere jener mit hohem Aktienanteil.

Dieses erhöhte Finanzvermögen förderte den Konsum auf mehreren Wegen.

Erstens erhöhte es die langfristig verfügbaren Ressourcen, was zu höherem Konsum anregt.

Zweitens verbesserte es den Zugang zu Krediten durch erhöhte Solvenz und reduzierte die Notwendigkeit von Vorsorgeersparnissen.

Die Studie betont, dass diese enge Wechselwirkung zwischen Finanzmärkten und Realwirtschaft entscheidend für das Verständnis der jüngsten Konsumtrends ist.

Trotz Faktoren wie Protektionismus, politischer Unsicherheit und hoher Inflation stieg der Konsum 2025 um 2,1 Prozent.

Vermögenseffekte: Dynamik mit Risiko

Ein Error Correction Model (ECM) zeigt: Einkommen ist eine stabile Wachstumsquelle, Haushaltsvermögen hingegen volatiler.

Im Jahr 2025 trug das steigende Haushaltsvermögen schätzungsweise die Hälfte zum Konsumwachstum bei.

Der Einfluss von Vermögenseffekten hat seit den frühen 1990er Jahren zugenommen, was die Konsumsensibilität gegenüber Finanzmarktschwankungen erhöht.

Dies schafft zwar kurzfristig Dynamik, birgt aber auch Risiken: Ein starker Rückgang der Börsenbewertungen könnte den Konsum schnell belasten und durch Kreditkontraktion sowie Vertrauensverlust verstärkt werden.

Die Studie hebt hervor, dass der robuste US-Konsum heute eine zunehmende Korrelation mit Finanzzyklen aufweist und daher nicht risikofrei ist.

Robustheit auf tönernen Füßen

Die Analyse der Banque de France entlarvt die vermeintliche Stärke des US-Konsums als fragil.

Die Abhängigkeit von volatilen Finanzmärkten schafft eine gefährliche Rückkopplungsschleife, die bei einer Korrektur schnell in eine Abwärtsspirale münden könnte.

Dies erfordert eine erhöhte Wachsamkeit der Geldpolitik, da traditionelle Kanäle durch den Vermögenseffekt überlagert werden.

Quelle: Are stock market valuations fuelling US consumption?

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