Pariser Devisenmarkt: Konzentration und kurze Laufzeiten laut BIZ-Umfrage
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Pariser Devisenmarkt: Konzentration und kurze Laufzeiten laut BIZ-Umfrage

Laut der dreijährlichen BIZ-Umfrage zum Devisen- und OTC-Derivatemarkt verzeichnete Paris eine deutliche Reduzierung der Laufzeiten und eine stärkere Konzentration auf die fünf größten Banken. Devisenswaps dominieren weiterhin die Transaktionen.

Kurze Fristen, starke Hände

Die jüngste dreijährliche Umfrage der BIZ zum Devisen- und OTC-Derivatemarkt zeigt für Paris eine signifikante Verschiebung hin zu kürzeren Laufzeiten.

Fast zwei Drittel aller Transaktionen weisen eine Fälligkeit von weniger als sieben Tagen auf.

Gleichzeitig hat sich die Aktivität auf dem Markt weiter auf die größten Akteure konzentriert: Die fünf größten Pariser Banken wickelten über 90 Prozent des Gesamtumsatzes ab, ein Anstieg von 86 Prozent im Jahr 2022. Dieses Wachstum wurde hauptsächlich durch grenzüberschreitende Transaktionen getragen.

Banken bleiben mit 77 Prozent die wichtigsten Gegenparteien, gefolgt von nicht-finanziellen Kunden und anderen Finanzinstituten mit jeweils 11 Prozent.

Europas Swap-Vorliebe und globale Treiber

Devisenswaps bleiben das wichtigste Instrument in Frankreich und machen 74 Prozent der Transaktionen aus, verglichen mit einem globalen Durchschnitt von nur 4 Prozent.

Diese europäische Besonderheit erklärt sich durch das Profil der Kunden, die stärker in auf Fremdwährungen (insbesondere USD) lautenden Wertpapieren engagiert sind und daher einen größeren Bedarf an Währungsabsicherungen haben.

Weltweit wurde das Wachstum des Gesamtumsatzes hauptsächlich durch FX-Spot- und Terminkontrakte getrieben.

Das Wachstum im Spotgeschäft resultierte sowohl aus kommerziellen Überlegungen, wie der Antizipation von Zollerhöhungen, als auch aus finanziellen Faktoren, wie der Auflösung ungesicherter Dollar-Positionen und spekulativem Handel.