Frankreichs Finanzsystem robust, doch Staatsverschuldung und KI-Bewertungen bergen Risiken
Das französische Finanzsystem zeigt sich resilient gegenüber erhöhten Schockrisiken. Dennoch warnen die BDF-Experten im Dezember-Bericht vor globaler Staatsverschuldung, überhöhten KI-Bewertungen und Schwachstellen im Nichtbanken-Sektor.
Globale Staatsverschuldung und KI-Bewertungen als Risikofaktoren
Das französische Finanzsystem bleibt widerstandsfähig, steht aber erhöhten Risiken durch in- und externe Schocks gegenüber.
Weltweit erreichen die Staatsverschuldung und die öffentlichen Finanzierungsbedarfe Rekordhöhen, was zu einem Anstieg der langfristigen Zinsen führt.
In Frankreich belastet die geschwächte Fiskaltrajektorie die Finanzierungsbedingungen.
Gleichzeitig handeln die Aktienmärkte, insbesondere in den USA, auf historisch hohen Bewertungen, angetrieben durch optimistische Gewinnerwartungen von KI-Unternehmen.
Die BDF warnt jedoch vor der Solidität dieser Dynamik und den Fragilitäten im Kreditmarkt, die risikoreiche Anlagen anfällig für eine Korrektur machen.
Eine solche Marktkorrektur könnte ungeordnet, ansteckend und durch Schwachstellen im Nichtbanken-Finanzsektor verstärkt werden.
Robuste Banken und Versicherer im fragilen Umfeld
Trotz dieses Umfelds bleiben französische Banken und Versicherer widerstandsfähig, mit robusten Kapital- und Liquiditätsniveaus sowie verbesserter Profitabilität.
Die Gesamtsituation der nichtfinanziellen Unternehmen stabilisiert sich, bleibt aber anfällig für eine makroökonomische Verschlechterung.
Der Bericht beleuchtet auch die hohe Volatilität der Krypto-Asset-Märkte im Jahr 2025, deren Verknüpfungen zum traditionellen Finanzsystem zunehmen.
Der Boom der Stablecoins, insbesondere USD-basierter, setzt sich fort, während europäische Regulierungen (MiCA) Anpassungen erfordern, um Arbitragerisiken zu begegnen.
Innovationen im Nichtbanken-Sektor erfordern zudem mehr Transparenz und ein angepasstes Risikomanagement.
Stabilität unter Druck – Wachsamkeit ist gefragt
Der Bericht der BDF zeichnet ein Bild der zugrunde liegenden Resilienz, hebt aber gleichzeitig mehrere signifikante, miteinander verbundene Risiken hervor.
Während sich der kurzfristige Ausblick verbessert hat, erfordern die langfristigen Schwachstellen, insbesondere aus der öffentlichen Verschuldung und spekulativen Asset-Bewertungen, eine kontinuierliche Überwachung.
Die Banque de France betont damit die Notwendigkeit proaktiver Risikosteuerung, um potenzielle Schocks abzufedern und die Finanzstabilität langfristig zu sichern.
Quelle: Financial stability report – December 2025
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