Frankreichs Potenzialwachstum: Covid-Effekte klingen ab
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Frankreichs Potenzialwachstum: Covid-Effekte klingen ab

Die Banque de France schätzt, dass Frankreichs Potenzial-BIP noch leichte negative Covid-Effekte aufweist. Die Vorkrisen-Wachstumsrate wurde jedoch Ende 2025 wieder erreicht, während demografische Faktoren das Wachstum künftig bremsen.

Nach Covid: Niveauverlust, aber gleiche Rate

Frankreichs Potenzial-BIP liegt weiterhin leicht unter seiner Vorkrisen-Trajektorie.

Obwohl die Wachstumsrate Ende 2025 wieder dem Niveau vor Covid-19 entspricht, verbleibt die Post-Covid-Entwicklung insgesamt etwa 0,7 Prozent unter der Extrapolation des Vorkrisen-Trends.

Der Großteil dieser Lücke (0,5 Prozentpunkte) resultiert aus dem nicht-marktbezogenen Anteil des Potenzial-BIP.

Die restlichen 0,2 Prozentpunkte entfallen auf die Marktsektoren.

Dieser Rückgang in den Marktsektoren erklärt sich durch zwei gegenläufige Faktoren: Einerseits eine deutliche Zunahme der Erwerbsbevölkerung und der Beschäftigung im Marktsektor seit 2022, die das potenzielle Arbeitskräfteangebot um rund 2,6 Prozent über den Vorkrisen-Trend hob.

Andererseits ein Rückgang der potenziellen Produktivität im Marktsektor um 2,7 Prozent, der teilweise mit dem starken Beschäftigungswachstum zusammenhängt.

Neueinstellungen, darunter viele Auszubildende und gering Qualifizierte, haben die aggregierte Produktivität durch einen Arbeitskraft-Kompositionseffekt gedrückt.

Pro­duk­ti­vi­täts­brem­sen und demografischer Druck

Neben dem Kompositionseffekt der Arbeitskräfte trugen auch die negativen Auswirkungen der Lockdowns zur langfristigen Produktivitätsminderung bei, indem sie Innovation, Unternehmensdynamik und Kompetenzerwerb behinderten.

Ein unerklärter Rest von 0,3 Prozentpunkten könnte zudem auf den Anstieg arbeitsintensiver und damit geringproduktiver Aktivitäten oder die Zunahme von Selbstständigen mit kurzen Arbeitszeiten zurückzuführen sein.

Für die kommenden Jahre erwarten die meisten Institutionen, darunter OECD, IWF und Europäische Kommission, ein Potenzialwachstum für Frankreich zwischen 0,9 und 1,2 Prozent.

Die Banque de France prognostiziert einen Rückgang des Arbeitskräftebeitrags aufgrund demografischer Faktoren, da das Wachstum der Erwerbsbevölkerung historisch niedrig ausfällt.

KI als Hoffnungsschimmer gegen den Trend

Die Studie der BDF liefert eine nüchterne Bestandsaufnahme der französischen Wachstumsaussichten, die trotz der Erholung von Covid-19 strukturellen Herausforderungen gegenüberstehen.

Besonders der demografische Gegenwind und die anhaltenden Produktivitätseinbußen dämpfen die langfristigen Perspektiven.

Künstliche Intelligenz könnte zwar als Wachstumstreiber wirken, doch dies erfordert erhebliche Investitionen und eine breite Adaption in der Wirtschaft, deren Erfolg noch ungewiss ist.

Quelle: France’s potential growth following the Covid crisis

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