Frankreichs Bürger setzen 2024 auf innovative Zahlungsmethoden und halten an der Karte fest
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Frankreichs Bürger setzen 2024 auf innovative Zahlungsmethoden und halten an der Karte fest

Französische Bürger haben 2024 innovative Zahlungsmethoden wie Sofortüberweisungen und mobiles Bezahlen verstärkt genutzt. Die Zahlungskarte bleibt jedoch das bevorzugte bargeldlose Mittel, das sich erfolgreich an neue Bedürfnisse anpasst.

Frankreichs Digitalisierung der Zahlungen schreitet voran

Im Jahr 2024 setzte sich in Frankreich die rasante Digitalisierung der Zahlungsmethoden fort.

Die Nutzung von Sofortüberweisungen stieg um 46,5 Prozent auf 600 Millionen Transaktionen und 231 Milliarden Euro, wobei der durchschnittliche Betrag auf 387 Euro sank.

Dieser Anstieg ist auf die breitere Akzeptanz und die Verlagerung von Standardüberweisungen zurückzuführen.

Seit Januar 2025 sind Sofortüberweisungen durch europäische Vorschriften auf Online-Banking-Plattformen kostenlos, was ihre Verbreitung weiter beschleunigen dürfte.

Mobile Zahlungen, angetrieben von Anbietern wie Apple Pay und Google Pay, verzeichneten ebenfalls ein starkes Wachstum von 53,6 Prozent auf 2,4 Milliarden Transaktionen und 56 Milliarden Euro.

Sie machen mittlerweile 10 Prozent aller Kartenzahlungen aus und sind damit das am schnellsten wachsende bargeldlose Zahlungsmittel.

Karten bleiben König, aber Risiken lauern

Trotz des Aufstiegs innovativer Methoden bleibt die Zahlungskarte mit stabilen 62 Prozent des bargeldlosen Transaktionsvolumens das bevorzugte Mittel der Franzosen.

Frankreich ist führend in Europa bei bargeldlosen Transaktionen, wobei Karten sechs von zehn Zahlungen ausmachen und 25 Prozent des gesamten Kartenzahlungsvolumens im Euroraum stellen.

Die Karte hat sich durch Innovationen wie kontaktloses Bezahlen und digitale Geldbörsen an neue Bedürfnisse angepasst.

Diese Dominanz birgt jedoch Risiken: Bei Störungen der zugrunde liegenden Infrastrukturen, etwa durch Cyberangriffe, bleibt Bargeld die einzige Alternative und muss daher von Händlern akzeptiert werden.

Zukünftige Lösungen wie Wero oder der digitale Euro könnten die Resilienz des Zahlungssystems stärken.

Digitalisierung mit Achillesferse

Frankreichs rasante Digitalisierung der Zahlungsmethoden ist beeindruckend, doch die starke Abhängigkeit von Kartenzahlungen birgt systemische Risiken.

Die Studie unterstreicht die Notwendigkeit, Alternativen wie den digitalen Euro oder Wero als Resilienz-Puffer zu etablieren.

Dies ist entscheidend, um die Finanzstabilität angesichts potenzieller Infrastrukturstörungen zu gewährleisten.