Frankreich: März-Wachstum hält an, April-Verlangsamung erwartet
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Frankreich: März-Wachstum hält an, April-Verlangsamung erwartet

Die Banque de France meldet anhaltendes Wachstum in Industrie, Dienstleistungen und Bau im März. Für April wird jedoch eine Verlangsamung der Aktivität erwartet, geprägt von erhöhter Unsicherheit.

März-Wachstum übertrifft Erwartungen

Die französische Wirtschaft zeigte im März ein anhaltendes Wachstum in Industrie, Dienstleistungen und Bau, so die monatliche Geschäftsumfrage der Banque de France unter 8.500 Unternehmen.

Die Industrieproduktion legte dabei deutlich zu und übertraf die Erwartungen der Unternehmenslenker, insbesondere angetrieben durch Technologie-, Verteidigungs- und den Automobilsektor, der einen Aufholeffekt verzeichnete.

Die Kapazitätsauslastung stieg auf 77 Prozent.

Auch im Dienstleistungs- und Baugewerbe blieben die Trends überwiegend positiv, wenn auch mit sektoralen Unterschieden.

Die Rekrutierungsschwierigkeiten verharrten bei 16 Prozent der Unternehmen.

Die Banque de France bestätigte ihre Prognose eines BIP-Wachstums von bis zu 0,3 Prozent für das erste Quartal 2026.

April-Ausblick: Verlangsamung und Preisdruck

Für April erwarten die befragten Unternehmen eine Verlangsamung der Aktivität in Industrie, Dienstleistungen und Bau.

Diese Erwartung ist geprägt von einer erhöhten Unsicherheit, die durch den Konflikt im Nahen Osten ausgelöst wurde und nun ein Niveau erreicht, das mit dem Beginn des Ukraine-Krieges vergleichbar ist.

Die Unternehmenslenker äußerten Bedenken hinsichtlich zukünftiger Preisentwicklungen und potenzieller Lieferkettenstörungen.

Obwohl die Kostensteigerungen im März begrenzt waren und nur in bestimmten Sektoren auftraten, planen im April deutlich mehr Unternehmen (23% in der Industrie) moderate Preisanhebungen.

Die Liquiditätslage verschlechterte sich im Dienstleistungssektor, besonders in transportkostenintensiven Bereichen.

Geopolitik bremst Optimismus

Die Umfrage der Banque de France zeigt eine robuste Wirtschaft im März, doch der Blick nach vorn ist getrübt.

Die erhöhte Unsicherheit durch geopolitische Konflikte dämpft den Optimismus und führt zu vorsichtigeren Prognosen.

Dies könnte die Konsumausgaben und Investitionen belasten und somit das Wachstumspotenzial Frankreichs kurzfristig einschränken.

Quelle: Monthly Business Survey – Start of April 2026

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