Frankreich: BDF erwartet Industriedämpfer, BIP-Plus von 0,2% im Q4
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Frankreich: BDF erwartet Industriedämpfer, BIP-Plus von 0,2% im Q4

Die Banque de France (BDF) meldet für Dezember ein leicht verlangsamtes Wirtschaftswachstum. Für Januar erwartet sie eine Abschwächung der Industrie, während das BIP im vierten Quartal um mindestens 0,2 Prozent zulegte.

Industrie treibt Wachstum im Jahresendspurt

Die französische Wirtschaft zeigte im Dezember ein leicht verlangsamtes, aber weiterhin positives Wachstum.

Die Industrie, insbesondere die Sektoren Luft- und Raumfahrt sowie Verteidigung, blieb robust.

Auch der Agrar- und Ernährungssektor sowie die Herstellung nichtmetallischer Mineralprodukte verzeichneten Zuwächse.

Im Dienstleistungssektor war das Wachstum moderater, getragen von Beherbergung und Gastronomie, während Programmierung und Beratung Rückgänge meldeten.

Der Bausektor blieb weitgehend unverändert, wobei der Hochbau weiter schrumpfte, der Ausbau jedoch stabil blieb.

Basierend auf diesen Daten schätzt die BDF das BIP-Wachstum im vierten Quartal auf mindestens 0,2 Prozent, gestützt durch die Wertschöpfung in der Industrie und den Marktdienstleistungen.

Januar-Prognose: Industrie bremst, Dienstleister legen zu

Für Januar erwartet die BDF eine Verlangsamung der Industrieaktivität, bedingt durch eine Produktionspause in der Luft- und Raumfahrt und hohe Unsicherheit.

Marktdienstleistungen sollen sich hingegen verstärken, während der Bausektor unverändert bleibt.

Der Unsicherheitsindikator sank, verbleibt aber hoch.

Die Kassenlage ist ausgeglichen, mit sektoralen Unterschieden.

Lieferengpässe sind gering, außer in der Luft- und Raumfahrt.

Verkaufspreise blieben in der Industrie stabil, sanken im Bau und stiegen in Dienstleistungen moderat.

Rekrutierungsschwierigkeiten stabilisierten sich, bleiben aber in Fachberufen und im Bau bestehen.

Gemischtes Bild mit anhaltenden Sorgen

Die Umfrage zeichnet ein differenziertes Bild der französischen Wirtschaft, in dem die Industrie zwar robust bleibt, das Gesamtbild jedoch von anhaltender Unsicherheit geprägt ist.

Trotz des moderaten BIP-Wachstums im vierten Quartal deuten die stabilen Rekrutierungsschwierigkeiten und die sektorale Preisdynamik auf strukturelle Herausforderungen hin.

Für die Geldpolitik der EZB liefert dies ein weiteres Argument für eine datenabhängige, vorsichtige Haltung.

Quelle: Monthly Business Survey – Start of January 2026

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