Frankreichs Wirtschaft stabil, Nahost-Konflikt schürt Unsicherheit
Die Banque de France (BDF) meldet für Anfang März eine stabile Wirtschaftstätigkeit in Frankreich. Der Nahost-Konflikt hat jedoch die Unsicherheit in den Unternehmen deutlich erhöht.
Wirtschaftsaktivität robust, aber neue Risiken
Die französische Wirtschaft setzte ihre moderate Expansion im Februar fort, wobei die Aktivität in Industrie und Dienstleistungen den Erwartungen entsprach oder diese leicht übertraf.
Die Industrie verzeichnete den neunten Monat in Folge eine über dem Langzeitdurchschnitt liegende Aktivität, angetrieben von Technologiebranchen.
Auch der Bausektor zeigte eine positive Dynamik, insbesondere durch einen Aufholeffekt bei Neubauten und Renovierungen.
Die Umfrage, die zwischen dem 25. Februar und 4. März durchgeführt wurde, erfasste jedoch eine deutliche Zunahme der Unsicherheit nach dem Ausbruch des Nahost-Konflikts am 28. Februar.
Unternehmen äußerten Bedenken hinsichtlich steigender Energiepreise und logistischer Störungen.
Basierend auf diesen Daten prognostiziert die BDF ein BIP-Wachstum von 0,2 bis 0,3 Prozent für das erste Quartal, warnt jedoch vor Abwärtsrisiken durch den Konflikt.
Gemischter Ausblick und moderate Preisentwicklung
Für März erwarten die Unternehmen eine weiterhin positive Entwicklung in Industrie und Dienstleistungen, während der Bausektor eine Verlangsamung prognostiziert, insbesondere im Rohbau.
Die Kapazitätsauslastung in der Industrie lag im Februar bei 76,5 Prozent, leicht unter dem Langzeitdurchschnitt von 77,1 Prozent.
Die Kassenlage verschlechterte sich leicht, und Lieferengpässe nahmen geringfügig zu, ohne jedoch eine dauerhafte Verschlechterung anzuzeigen.
Die Verkaufspreise stiegen in allen drei Hauptsektoren moderat an.
Im Agrar- und Ernährungssektor sanken die Preise jedoch den dritten Monat in Folge, bedingt durch niedrigere Rohstoffpreise.
Die Rekrutierungsschwierigkeiten gingen leicht auf 16 Prozent der Unternehmen zurück.
Quelle: Monthly Business Survey – Start of March 2026
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