Französische Wirtschaft zeigt erste Anzeichen der Verlangsamung
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Französische Wirtschaft zeigt erste Anzeichen der Verlangsamung

Laut der monatlichen Unternehmensumfrage der Banque de France stieg die Aktivität im April in Industrie und Baugewerbe moderater an und blieb in den Marktdienstleistungen stabil. Für Mai erwarten die Unternehmen einen Rückgang in den Dienstleistungen und eine weitgehend stabile Entwicklung in den anderen Sektoren.

Robuste Produktion, stabile Dienstleistungen

Im April verzeichnete die französische Industrie weiterhin ein deutliches Produktionswachstum, das den langfristigen Durchschnitt und die Prognosen des Vormonats übertraf.

Besonders robust zeigte sich das Wachstum in den Bereichen elektrische Ausrüstung und Luftfahrt, angetrieben durch den Verteidigungssektor.

Auch Computer-, Elektronik- und Optikprodukte hielten ihr Momentum.

Die Kapazitätsauslastung stieg auf 77 Prozent, von 76,9 Prozent im März, und näherte sich damit ihrem langfristigen Durchschnitt an.

In den Marktdienstleistungen blieb die Aktivität im April stabil, wobei günstige Wetterbedingungen zu einem Aufschwung in Freizeit- und persönlichen Dienstleistungen führten.

Die Bauwirtschaft verzeichnete einen leichten, aber geringer als erwarteten Rückgang der Aktivität im Hochbau, während der Ausbau weiterhin zunahm.

Unsicherheit bleibt hoch, Preise steigen

Für Mai prognostizieren die befragten Unternehmen eine weitgehend stabile Aktivität, mit leichten Rückgängen in Industrie und Baugewerbe und einem deutlicheren Rückgang in den Dienstleistungen – dem ersten seit März 2025.

Der Unsicherheitsindikator, basierend auf einer Textanalyse der Unternehmenskommentare, entspannte sich im April leicht, bleibt aber in allen drei Sektoren erhöht, insbesondere nach dem Ausbruch des Nahostkonflikts.

Die Unternehmen äußern weiterhin Bedenken hinsichtlich Rohstoffpreisen und logistischen Störungen.

Die Rohstoffpreise beschleunigten ihr Wachstum, obwohl es langsamer ist als 2022.

Industrie- und Bauunternehmen geben diese Erhöhungen aufgrund des Wettbewerbs nur teilweise an die Verkaufspreise weiter, die jedoch im Mai weiter steigen sollen.

In den Dienstleistungen konzentrieren sich Preisanpassungen hauptsächlich auf Transport und Lagerung, die direkt von höheren Dieselpreisen betroffen sind.

Die Liquiditätslage wurde in der Industrie als normal, in den Dienstleistungen jedoch als verschlechtert angesehen.

Die Rekrutierungsschwierigkeiten blieben im April mit 16 Prozent der Unternehmen stabil.

Resilienz unter Druck

Die französische Wirtschaft zeigt erste Ermüdungserscheinungen, bleibt aber widerstandsfähig.

Der Nahostkonflikt und steigende Energiepreise belasten die Stimmung, während Unternehmen Preiserhöhungen nur teilweise weitergeben können.

Dies deutet auf eine vorsichtige Entwicklung im zweiten Quartal hin, deren Ausmaß die BDF noch nicht abschätzen will.

Quelle: Monthly Business Survey – Start of May 2026

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