Ausländische Investoren dominieren CAC 40: Anteil steigt auf 50 Prozent
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Ausländische Investoren dominieren CAC 40: Anteil steigt auf 50 Prozent

Ausländische Investoren halten Ende 2024 die Hälfte der Aktien der französischen CAC 40-Unternehmen. Der Anteil stieg leicht um 0,5 Prozentpunkte auf 50 Prozent, getrieben von Netto-Käufen in Höhe von 3,3 Milliarden Euro.

Nicht-Residenten kaufen gezielt ein

Ende 2024 besaßen Nicht-Residenten Aktien französischer CAC 40-Unternehmen im Wert von 1.083 Milliarden Euro, was einem Anteil von 50 Prozent der Gesamtmarktkapitalisierung von 2.165 Milliarden Euro entspricht.

Dies stellt einen leichten Anstieg um 0,5 Prozentpunkte gegenüber 2023 dar.

Im Jahresverlauf waren Nicht-Residenten Netto-Käufer von CAC 40-Aktien mit einem Saldo von 3,3 Milliarden Euro.

Die Käufe konzentrierten sich auf das Gesundheitswesen und Versorgungsunternehmen, während Verkäufe vor allem in der Industrie und im Energiesektor stattfanden.

Geografisch stammten die meisten Investoren aus dem Euroraum (40 Prozent) und den Vereinigten Staaten (34 Prozent).

Bemerkenswert ist eine Trendumkehr seit 2020: Der Anteil der Euroraum-Investoren stieg, während der der US-Investoren um 2,4 Prozentpunkte zurückging.

Von den 35 französischen CAC 40-Unternehmen sind 19 mehrheitlich in nicht-residentem Besitz.

Frankreich im europäischen Vergleich

Die Bestände nicht-residenter Investoren an französischen Unternehmen bestehen primär aus Portfolioinvestitionen (92,9 Prozent), während Direktinvestitionen lediglich 7,1 Prozent ausmachen und über das letzte Jahrzehnt stabil blieben.

Von den gesamten nicht-residenten Beständen an französischen Unternehmen (1.247 Milliarden Euro) entfielen 87 Prozent auf CAC 40-Unternehmen.

Der Gesamtanteil nicht-residenter Eigentümer an allen französischen börsennotierten Aktien lag 2024 bei 46 Prozent.

Im europäischen Vergleich ist dieser Anteil geringer als in Deutschland (57 Prozent) oder den Niederlanden (88 Prozent).

Die leichte Zunahme des nicht-residenten Eigentumsanteils am CAC 40 wurde durch Bewertungseffekte (0,3 Prozentpunkte) und Netto-Käufe (0,15 Prozentpunkte) getragen.

Stabilität statt Revolution

Der leichte Anstieg des nicht-residenten Eigentums am CAC 40 zeigt eine stabile, aber keine revolutionäre Entwicklung.

Frankreichs Großunternehmen bleiben für ausländisches Kapital attraktiv, doch die im europäischen Vergleich geringere Quote deutet auf eine Besonderheit des Marktes hin.

Dies könnte sowohl als Zeichen nationaler Resilienz als auch als Indikator für ungenutztes Potenzial interpretiert werden.