Nahost-Krieg treibt kurzfristige Inflationserwartungen hoch
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Nahost-Krieg treibt kurzfristige In­fla­ti­ons­er­war­tun­gen hoch

Der Ausbruch des Nahost-Konflikts am 28. Februar 2026 ließ die kurzfristigen Inflationserwartungen französischer Unternehmen steigen. Langfristige Erwartungen blieben hingegen weitgehend unberührt.

Kurzfristige Erwartungen schießen in die Höhe

Eine Umfrage der Banque de France unter 1.500 französischen Unternehmen zeigt die unmittelbare Reaktion auf den Nahost-Konflikt, der am 28. Februar 2026 ausbrach.

Die Daten wurden zwischen dem 25. Februar und 4. März 2026 erhoben, wodurch eine Echtzeit-Analyse der Erwartungen möglich war.

Vor dem Konflikt sanken die Inflationserwartungen der Unternehmen allmählich unter 2 Prozent.

Ab dem 2. März stiegen sie jedoch abrupt an und erreichten Werte nahe 2,5 Prozent.

Der Median erhöhte sich um rund einen halben Prozentpunkt von 1,5 auf 2 Prozent.

Eine ökonometrische Analyse bestätigt diesen Anstieg als statistisch signifikant: Die Erwartungen stiegen im Durchschnitt um 0,4 Prozentpunkte gegenüber dem Vortag und erreichten am 4. März sogar 0,7 Prozentpunkte.

Die Wahrnehmung der aktuellen Inflation blieb dabei unverändert, was darauf hindeutet, dass Unternehmen Preisanstiege antizipierten, bevor sie tatsächlich eintraten.

Verstärkte Unsicherheit, stabile Löhne

Der Konflikt führte zu einer spürbaren Zunahme der Unsicherheit unter den Unternehmenslenkern.

Vor dem Ausbruch war die Unsicherheit rückläufig, stieg danach jedoch deutlich an, insbesondere aufgrund von Sorgen um Energiepreise und Lieferkettenstörungen.

Diese Unsicherheit spiegelte sich auch in einer größeren Streuung der Einjahres-Inflationserwartungen wider: Der Anteil der Antworten von 4 Prozent oder mehr stieg von 5 auf fast 15 Prozent.

Im Gegensatz dazu blieben die langfristigen Inflationserwartungen (3 bis 5 Jahre) weitgehend stabil und zeigten nur einen geringen, statistisch nicht signifikanten Anstieg.

Auch die Erwartungen an das zukünftige Lohnwachstum wurden nicht revidiert, was auf das Ausbleiben von Zweitrundeneffekten hindeutet.

Die Banque de France wird die Entwicklungen in den kommenden Monaten weiter beobachten.