Banca d'Italia kehrt 2025 in die Gewinnzone zurück: 1,7 Mrd. Euro Nettogewinn
Die Banca d'Italia (BI) hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Nettogewinn von 1,7 Milliarden Euro abgeschlossen und kehrt nach Verlusten in den Vorjahren in die Gewinnzone zurück. Das geht aus den am 31. März 2026 veröffentlichten Jahresabschlüssen hervor.
Rückkehr in die Gewinnzone nach zwei Verlustjahren
Nach Bruttoverlusten von 7,1 Milliarden Euro im Jahr 2023 und 7,3 Milliarden Euro im Jahr 2024 kehrte die Banca d'Italia im Geschäftsjahr 2025 zu einem Bruttogewinn von 3,0 Milliarden Euro zurück.
Dies entspricht den Prognosen aus den Vorjahren.
Eine Zuweisung von 0,9 Milliarden Euro erfolgte an die allgemeine Risikovorsorge, die als erster finanzieller Puffer zur Deckung von Verlusten dient.
In den beiden Vorjahren wurden insgesamt 11,4 Milliarden Euro aus dieser Vorsorge freigegeben, um die Bruttoverluste zu decken.
Die Steuern für das Jahr beliefen sich auf 0,4 Milliarden Euro.
Somit schloss die Bank ihre Jahresabschlüsse für 2025 mit einem Nettogewinn von 1,7 Milliarden Euro ab, was eine deutliche Steigerung gegenüber den 0,8 Milliarden Euro im Jahr 2024 darstellt.
Die Ergebnisse unterstreichen die Fähigkeit der Bank, ihre finanzielle Unabhängigkeit zu wahren, trotz der volatilen geldpolitischen Rahmenbedingungen.
Zinswende und ihre Folgen für die Bilanzen
Die Finanzergebnisse der Eurosystem-Zentralbanken waren in den letzten Jahren stark von den außergewöhnlichen Leitzinserhöhungen betroffen, die zur Inflationsbekämpfung notwendig waren.
Dies führte zu erheblichen Verlusten, beeinträchtigte jedoch nicht die Fähigkeit zur Wahrung der Preisstabilität.
Die Zinserhöhungen führten zu einem Anstieg der Zinszahlungen auf Einlagen von Kreditinstituten, der nicht durch gleichwertige Zinserträge aus langfristigen Finanzanlagen ausgeglichen wurde.
Das negative Missverhältnis zwischen Vermögensrendite und Passivkosten hielt auch nach den Zinssenkungen ab Juni 2024 an.
Das vorrangige Ziel des Eurosystems ist die Preisstabilität, nicht die Gewinnerzielung.
Erholung, aber Herausforderungen bleiben
Die Rückkehr der Banca d'Italia in die Gewinnzone ist ein wichtiges Signal für die finanzielle Resilienz der Eurosystem-Zentralbanken.
Sie zeigt, dass die Institute auch nach Phasen hoher geldpolitischer Belastungen ihre Stabilität wahren können.
Dennoch bleiben die strukturellen Herausforderungen durch die Zinswende und die Notwendigkeit, finanzielle Puffer aufzubauen, weiterhin relevant für die zukünftige Bilanzentwicklung.
Quelle: Annual Accounts - Year 2025
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