Italiens Leistungsbilanzüberschuss wächst auf 27,0 Mrd. Euro – Primäreinkommen treibt Anstieg
Italiens Leistungsbilanzüberschuss erreichte in den zwölf Monaten bis November 2025 27,0 Mrd. Euro (1,2 Prozent des BIP). Dies ist ein Anstieg gegenüber 23,8 Mrd. Euro im Vorjahr, primär getrieben durch das Primäreinkommen.
Primäreinkommen kompensiert Handelsschwäche
In den zwölf Monaten bis November 2025 verzeichnete Italien einen Leistungsbilanzüberschuss von 27,0 Milliarden Euro, was 1,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) entspricht.
Im Vorjahreszeitraum lag der Überschuss bei 23,8 Milliarden Euro.
Die Verbesserung ist ausschließlich auf den Saldo der Primäreinkommen zurückzuführen, der von minus 9,0 Milliarden auf plus 2,7 Milliarden Euro anstieg.
Gleichzeitig verschlechterten sich jedoch der Handelsbilanzüberschuss (von 55,5 auf 51,0 Milliarden Euro), das Defizit bei den Sekundäreinkommen (von minus 18,7 auf minus 21,5 Milliarden Euro) und das Dienstleistungsdefizit (von minus 4,1 auf minus 5,1 Milliarden Euro).
Diese Entwicklung zeigt eine Verschiebung in den Treibern der italienischen Leistungsbilanz, weg von traditionellen Handelsüberschüssen hin zu stärkeren Einkommensflüssen aus dem Ausland.
Robuste Investitionsposition durch Gold-Neubewertung
Die Netto-Auslandsvermögensposition (NIIP) Italiens war Ende September 2025 mit 298 Milliarden Euro positiv, was 13,3 Prozent des BIP ausmacht.
Dies entspricht einem Anstieg von 59,6 Milliarden Euro gegenüber Ende Juni.
Dieser Zuwachs resultiert hauptsächlich aus positiven Bewertungsanpassungen, insbesondere der Neubewertung von Gold in den offiziellen Reserven, sowie in geringerem Maße aus den Überschüssen der Leistungs- und Kapitalbilanz.
Im November 2025 stiegen die ausländischen Vermögenswerte italienischer Residenten um 5,8 Milliarden Euro, während die ausländischen Verbindlichkeiten um 15,3 Milliarden Euro zunahmen.
Letzteres war vor allem auf ausländische Investitionen in italienische Portfoliowertpapiere (10,7 Milliarden Euro, davon 9,5 Milliarden in Staatsanleihen) zurückzuführen.
Stärkung der externen Resilienz
Die aktuellen Daten unterstreichen eine fortgesetzte Stärkung der externen Resilienz Italiens, getragen von robusten Einkommensflüssen und einer soliden Netto-Auslandsvermögensposition.
Obwohl der traditionelle Handelsüberschuss leicht nachgibt, signalisiert die positive Entwicklung des Primäreinkommens eine strukturelle Verbesserung der externen Finanzierungsfähigkeit.
Dies bedeutet für die italienische Wirtschaft eine geringere Anfälligkeit gegenüber externen Schocks und eine verbesserte Verhandlungsposition.