Italiens Leistungsbilanzüberschuss steigt auf 31,6 Mrd. Euro
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Italiens Leis­tungs­bi­lanz­über­schuss steigt auf 31,6 Mrd. Euro

Italiens Leistungsbilanz verzeichnete in den zwölf Monaten bis März 2026 einen Überschuss von 31,6 Mrd. Euro, was 1,4 Prozent des BIP entspricht. Dies ist eine deutliche Steigerung gegenüber 19,0 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum, hauptsächlich getragen durch den Primäreinkommen- und Warenhandel.

Leis­tungs­bi­lanz­über­schuss wächst deutlich

Italiens Leistungsbilanz verzeichnete in den zwölf Monaten bis März 2026 einen Überschuss von 31,6 Mrd. Euro, entsprechend 1,4 Prozent des BIP.

Dies ist eine deutliche Steigerung gegenüber 19,0 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum.

Haupttreiber der Verbesserung waren der Primäreinkommen-Saldo, der von -4,4 Mrd. Euro auf 3,7 Mrd. Euro umschlug, und der Warenhandel, dessen Überschuss von 48,6 Mrd. Euro auf 53,0 Mrd. Euro stieg.

Der Dienstleistungssaldo verschlechterte sich leicht von -6,1 Mrd. Euro auf -6,4 Mrd. Euro.

Gleichzeitig verbuchte die Finanzierungsrechnung Nettoerwerbe ausländischer Vermögenswerte von 34,7 Mrd. Euro, nach 40,7 Mrd. Euro im Vorjahr.

Positive Beiträge kamen von Direktinvestitionen (34,4 Mrd. Euro), 'sonstigen Anlagen' (27,3 Mrd. Euro) und offiziellen Reserven (3,5 Mrd. Euro).

Diese wurden teilweise durch negative Salden bei Portfolioinvestitionen (-28,9 Mrd. Euro) und Finanzderivaten (-1,6 Mrd. Euro) ausgeglichen.

Monatliche Dynamik im März

Die monatlichen Daten für März 2026 zeigen, dass die von italienischen Residenten gehaltenen Auslandsvermögenswerte um 25,3 Mrd. Euro zunahmen.

Dies war auf höhere Portfolio- und Direktinvestitionen im Ausland sowie auf Zuwächse bei 'sonstigen Anlagen' und offiziellen Reserven zurückzuführen.

Gleichzeitig stiegen die Auslandsverbindlichkeiten im März um 28,8 Mrd. Euro.

Dieser Anstieg wurde primär durch das Wachstum der 'sonstigen Anlagen' getrieben, jedoch teilweise durch Nettoverkäufe italienischer Wertpapiere durch Nicht-Residenten, insbesondere bei Staatsanleihen, kompensiert.

Starke Zahlen, aber mit Warnsignalen

Der deutliche Anstieg des Leistungsbilanzüberschusses ist ein positives Signal für Italiens externe Position.

Die monatlichen Daten zeigen jedoch eine komplexe Dynamik bei den Kapitalströmen, insbesondere durch Nettoverkäufe italienischer Staatsanleihen.

Dies unterstreicht die anhaltende Sensibilität für die Attraktivität italienischer Vermögenswerte, trotz des verbesserten Leistungsbilanzsaldos.