EU-Aufsichtsbehörden warnen vor Online-Betrug und KI-Scams
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EU-Aufsichtsbehörden warnen vor Online-Betrug und KI-Scams

Die Europäischen Aufsichtsbehörden EBA, ESMA und EIOPA haben zwei Factsheets veröffentlicht, um Verbraucher vor Online-Betrug und KI-bezogenen Scams zu schützen. Der Fokus liegt auf den Risiken im Krypto-Bereich.

Krypto-Betrug: Hohes Risiko, einfache Tricks

Das schnelle Wachstum von Krypto-Assets mit ihrer globalen Zugänglichkeit, Geschwindigkeit, Anonymität und oft irreversiblen Transaktionen macht sie zu einem Hauptziel für Cyberkriminelle.

Betrüger nutzen ausgeklügelte Taktiken wie Ponzi-Schemata, gefälschte Investitionsmöglichkeiten, kostenlose Angebote in sozialen Medien und falsche Nachrichten.

Sie erreichen Opfer oft über soziale Medien, Messaging-Apps, E-Mails und unerwartete Anrufe.

Zu den Risiken gehören finanzieller Verlust, Identitätsdiebstahl und emotionaler Stress.

Warnsignale sind Versprechen, die zu gut klingen, um wahr zu sein, unaufgeforderte Angebote, garantierte hohe Renditen oder Dringlichkeit.

Auch Anfragen zur Zahlung über nicht nachverfolgbare Methoden (Kryptos, Geschenkkarten) oder zum Teilen privater Schlüssel sind kritisch.

Verdächtige URLs, verzerrte Logos oder unbekannte Handelsplattformen sind weitere Indikatoren für Betrug.

Sicherheit beginnt mit Skepsis

Zum Schutz vor Krypto-Betrug ist es essenziell, vor dem Handeln innezuhalten und die Quelle von Nachrichten oder Links sorgfältig zu prüfen.

Betrüger erzeugen oft Dringlichkeit und nutzen gefälschte Inhalte.

Achten Sie auf Rechtschreibfehler, verdächtige URLs und fehlende Sicherheitsindikatoren.

Links aus unaufgeforderten Nachrichten sind zu meiden; Apps sollten nur aus vertrauenswürdigen Stores installiert werden.

Passwörter, private Schlüssel und Seed-Phrasen dürfen niemals geteilt werden.

Geräte und private Schlüssel sind durch starke Passwörter und Multi-Faktor-Authentifizierung zu sichern.

Vorsicht ist bei unerwarteten Investitionsangeboten mit hohen Renditen geboten.

Auch das Teilen persönlicher Informationen in sozialen Medien sollte sparsam erfolgen.

Schnelles Handeln ist entscheidend

Im Falle eines Betrugs ist schnelles Handeln unerlässlich: Sofort alle Transaktionen stoppen, Passwörter ändern und verdächtige Zugriffe widerrufen, um weitere Verluste zu verhindern.

Anschließend sollten die verbleibenden Krypto-Assets in ein neues, sicheres Wallet verschoben und der Krypto-Anbieter sowie die Polizei oder Finanzaufsichtsbehörde informiert werden.

Die irreversible Natur von Krypto-Transaktionen macht die Wiederherstellung verlorener Gelder extrem schwierig und unterstreicht die Dringlichkeit präventiver Maßnahmen.