Verbrauchererwartungen April: Inflation steigt, Einkommen sinkt
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Ver­brau­che­rer­war­tun­gen April: Inflation steigt, Einkommen sinkt

Die EZB-Umfrage zu den Verbrauchererwartungen im April 2026 zeigt ein gemischtes Bild: Die wahrgenommene Inflation stieg, während die Erwartungen für drei Jahre sanken. Gleichzeitig gingen die Einkommenserwartungen zurück, die Ausgabenprognosen stiegen jedoch.

In­fla­ti­ons­wahr­neh­mung steigt, Erwartungen uneinheitlich

Im April stieg die mediane wahrgenommene Inflation der letzten zwölf Monate von 3,5 Prozent auf 4,0 Prozent.

Die Erwartungen für die nächsten zwölf Monate blieben bei 4,0 Prozent unverändert, während die Dreijahreserwartungen leicht von 3,0 Prozent auf 2,9 Prozent sanken.

Die Fünfjahreserwartungen verharrten bei 2,4 Prozent.

Die Unsicherheit über die kurzfristigen Inflationserwartungen blieb hoch.

Haushalte mit geringerem Einkommen berichteten weiterhin höhere Inflationswahrnehmungen und -erwartungen als jene mit höherem Einkommen.

Auch jüngere Befragte (18-34 Jahre) zeigten niedrigere Inflationswahrnehmungen und -erwartungen als ältere Altersgruppen (35-54 und 55-70 Jahre).

Die Erwartungen für das nominale Einkommenswachstum sanken von 1,2 Prozent auf 0,8 Prozent, während die Erwartungen für das Ausgabenwachstum von 4,1 Prozent auf 4,3 Prozent stiegen, wobei die niedrigsten drei Einkommensquintile ein höheres Wachstum erwarteten.

Wirt­schafts­aus­sich­ten trüber, Arbeitsmarkt stabil

Die Erwartungen für das Wirtschaftswachstum in den nächsten zwölf Monaten verschlechterten sich von -2,1 Prozent auf -2,2 Prozent.

Im Gegensatz dazu sanken die Erwartungen für die Arbeitslosenquote in zwölf Monaten von 11,3 Prozent auf 11,2 Prozent, was auf einen weitgehend stabilen Arbeitsmarktausblick hindeutet.

Die erwartete Wahrscheinlichkeit eines Jobverlusts für Beschäftigte erhöhte sich jedoch von 8,2 Prozent auf 8,8 Prozent.

Die Erwartungen für die Hauspreise blieben bei 3,7 Prozent unverändert, ebenso die Hypothekenzinsen bei 4,9 Prozent.

Der Nettoanteil der Haushalte, die eine Verschärfung des Kreditzugangs meldeten, erreichte den höchsten Stand seit Februar 2024.

Auch die Erwartungen für zukünftig straffere Kreditbedingungen stiegen auf den höchsten Wert seit Oktober 2023.

Gemischte Signale für die EZB

Die Umfrage liefert der EZB ein komplexes Bild, das keine eindeutigen geldpolitischen Impulse gibt.

Während die wahrgenommene Inflation steigt, deuten sinkende Dreijahreserwartungen auf eine gewisse Entspannung hin.

Die gleichzeitig trüberen Wirtschaftsaussichten bei einem stabilen Arbeitsmarkt erfordern eine sorgfältige Abwägung der nächsten Schritte.

Quelle: ECB Consumer Expectations Survey results - April 2026

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