EZB erhöht Zinsen, Nahost-Krise belastet Wirtschaft
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EZB erhöht Zinsen, Nahost-Krise belastet Wirtschaft

Die Wiederaufnahme der Feindseligkeiten zwischen den USA und Iran hat die Spannungen an den Energiemärkten neu entfacht. Steigende Energiepreise treiben die Inflation, worauf die EZB mit einer Zinserhöhung reagierte.

Globale Turbulenzen und Preisdruck

Die Wiederaufnahme der Feindseligkeiten zwischen den USA und Iran hat die Spannungen an den Energiemärkten neu entfacht.

Rohöl- und Erdgaspreise stiegen im Juli erneut, bleiben aber über dem Vorkonfliktniveau.

Das globale Wachstum setzt sich fort, ist jedoch erheblichen Risikofaktoren ausgesetzt.

Der Welthandel wird sich im zweiten Halbjahr verlangsamen, beeinflusst durch Lieferkettenprobleme im Nahen Osten.

Steigende Energiepreise erhöhen den Inflationsdruck in den wichtigsten Volkswirtschaften.

Die Federal Reserve und die Bank of England beließen ihre Leitzinsen unverändert, während die Bank of Japan sie anhob.

Risiken für Finanzmarktkorrekturen bestehen weiterhin, etwa durch eine Unterschätzung der Folgen höherer Energiepreise oder überoptimistische Gewinnerwartungen im Technologiesektor.

Die Krise im Nahen Osten hat die Aussichten für Wachstum und Inflation im Euroraum verschlechtert.

Das BIP des Euroraums wuchs im ersten Quartal moderat um 0,3 Prozent.

Die Juni-Projektionen des Eurosystems revidierten das BIP-Wachstum für 2026 auf 0,8 Prozent und die Inflation auf 3,0 Prozent nach oben.

EZB reagiert, Italien bremst ab

Der EZB-Rat erhöhte auf seiner Juni-Sitzung die Leitzinsen um 25 Basispunkte als Reaktion auf den Inflationsdruck durch die Krise im Nahen Osten.

Die italienische Wirtschaft wuchs im ersten Quartal moderat um 0,3 Prozent, scheint sich aber im zweiten Quartal verlangsamt zu haben.

Laut den Juni-Projektionen wird das BIP-Wachstum Italiens im Basisszenario gedämpft bleiben: 0,5 Prozent im Jahr 2026.

Unter Berücksichtigung des besser als erwarteten Wachstums im ersten Quartal wird das BIP dieses Jahr voraussichtlich um 0,6 Prozent steigen.

Diese Projektionen spiegeln die steigenden Energiepreise und die hohe geopolitische Unsicherheit wider.

Die Arbeitsmarktbedingungen bleiben insgesamt positiv, mit einem Rückgang der Arbeitslosenquote auf ein neues Allzeittief.

Die Inflation erreichte im zweiten Quartal 3 Prozent, angetrieben durch Energiepreise.

Die kurzfristigen Inflationserwartungen von Haushalten und Unternehmen sind gestiegen.

Ein fragiler Balanceakt

Der Bericht der BDI zeichnet ein Bild einer Weltwirtschaft, die von geopolitischen Spannungen und steigenden Energiepreisen stark beeinflusst wird.

Die Zinserhöhung der EZB ist eine direkte Reaktion auf diesen Inflationsdruck, doch die globalen Risiken bleiben hoch.

Die Prognosen für Wachstum und Inflation sind von erheblicher Unsicherheit geprägt, was einen schwierigen Balanceakt für die Geldpolitik bedeutet.

Quelle: Economic Bulletin No. 3 - 2026

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