Scotti eröffnet Phase III des EU-Programms für Westbalkan-Zentralbanken
Chiara Scotti, Vize-Gouverneurin der Banca d'Italia, eröffnete in Rom die dritte Phase eines EU-finanzierten Programms. Dieses stärkt die Kapazitäten von Zentralbanken und Aufsichtsbehörden im Westbalkan auf dem Weg zur EU-Integration.
Unterstützung auf dem Weg nach Europa
Die Initiative unterstützt EU-Beitrittskandidaten und potenzielle Kandidatenländer auf ihrem Weg zur Integration in die Europäische Union und zur späteren Mitgliedschaft im Europäischen System der Zentralbanken (ESZB).
Das Programm zielt darauf ab, die Zentralbanken und Aufsichtsbehörden in diesen Ländern zu stärken, um sie auf die Anforderungen der EU vorzubereiten.
Es umfasst sechs Länder des Westbalkans, die von der EU-Erweiterungspolitik abgedeckt werden: Albanien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro, Kosovo, Nordmazedonien und Serbien.
Diese Unterstützung ist entscheidend, um die wirtschaftliche und finanzielle Stabilität in der Region zu fördern und die Konvergenz mit den EU-Standards zu beschleunigen.
Die Stärkung der institutionellen Kapazitäten ist ein Eckpfeiler für eine erfolgreiche Integration und die Gewährleistung einer robusten Finanzarchitektur.
Breite Koalition für Stabilität
Das Programm wurde ursprünglich von der Deutschen Bundesbank ins Leben gerufen.
Es basiert auf einer breiten Zusammenarbeit mit insgesamt 19 nationalen Zentralbanken des Europäischen Systems der Zentralbanken (ESZB).
Darüber hinaus sind die Europäische Zentralbank (EZB) und die Europäische Kommission maßgeblich an der Gestaltung und Umsetzung beteiligt.
Diese umfassende Partnerschaft unterstreicht die gemeinsame europäische Anstrengung, die Stabilität und Entwicklung der Finanzsysteme in den Westbalkan-Staaten zu fördern.
Die gebündelte Expertise der beteiligten Institutionen gewährleistet eine hohe Qualität der Unterstützung und eine effektive Wissensvermittlung, die für die komplexen Herausforderungen der Integration unerlässlich ist.
Mehr als nur technische Hilfe
Dieses Programm ist weit mehr als eine technische Unterstützung; es ist ein klares politisches Signal für die Westbalkan-Staaten.
Es zeigt, dass die EU und ihre Zentralbanken die Region ernst nehmen und aktiv in deren Zukunft investieren.
Für die Stabilität des gesamten europäischen Finanzraums ist diese langfristige Perspektive von unschätzbarem Wert.