Italien: Euro-Münzen-Ausgabe bis 2025 – 1- und 2-Cent-Produktion gestoppt
Die Banca d'Italia veröffentlicht Daten zur Netto-Ausgabe von Euro-Münzen in Italien von 2002 bis 2025. Ab 2018 wurde die Produktion von 1- und 2-Cent-Münzen eingestellt.
Milliarden Münzen im Umlauf
Die Banca d'Italia (BDI) hat aktuelle Daten zur Netto-Ausgabe von Euro-Münzen in Italien veröffentlicht, die den Zeitraum von 2002 bis 2025 abdecken.
Insgesamt wurden in diesem Zeitraum 18,666 Milliarden Münzen mit einem Gesamtwert von 5,458 Milliarden Euro in Umlauf gebracht.
Ein signifikanter Trend ist die Einstellung der Produktion von 1- und 2-Cent-Münzen ab dem Jahr 2018, was sich in den Daten deutlich widerspiegelt.
Diese Maßnahme führte zu einem Rückgang der Netto-Ausgabe dieser kleinsten Denominationen.
Im Jahr 2002, dem Einführungsjahr des Euro-Bargelds, verzeichnete Italien mit 6,735 Milliarden Einheiten die höchste Ausgabe an Münzen, was einem Wert von 2,130 Milliarden Euro entsprach.
Seitdem sind die jährlichen Ausgabezahlen tendenziell rückläufig, mit einigen Schwankungen.
Die Daten zeigen auch, dass die Netto-Ausgabe in einigen Jahren, insbesondere bei 1- und 2-Euro-Münzen, negativ war, was bedeutet, dass mehr Münzen an die BDI zurückgegeben als ausgegeben wurden.
Die Dynamik der Netto-Ausgabe
Die Netto-Ausgabe von Münzen, definiert als die Differenz zwischen den von der Banca d'Italia eingezogenen und den von ihr ausgegebenen Münzen, zeigt interessante Dynamiken.
Besonders auffällig ist, dass die Netto-Ausgabe von 1- und 2-Cent-Münzen nach 2018, dem Jahr der Produktions-Einstellung, fast vollständig zum Erliegen kam und in einigen Jahren sogar negativ wurde.
Dies deutet darauf hin, dass mehr dieser Münzen aus dem Umlauf genommen als neu hinzugefügt wurden.
Auch bei den 1-Euro-Münzen gab es in den Jahren 2013, 2014, 2015 und 2016 negative Netto-Ausgaben, was auf eine Sättigung des Marktes oder eine veränderte Nutzung hindeutet.
Die Daten bieten einen detaillierten Einblick in die Bargeldversorgung und -nutzung in Italien über zwei Jahrzehnte hinweg und spiegeln sowohl geldpolitische Entscheidungen als auch das Verhalten der Bevölkerung wider.
Ein Abschied mit Folgen
Die Einstellung der Produktion von 1- und 2-Cent-Münzen in Italien ist ein pragmatischer Schritt, der die Kosten der Bargeldversorgung reduziert und den Zahlungsverkehr vereinfacht.
Obwohl die Gesamtausgabe von Euro-Münzen weiterhin substanziell ist, signalisiert der Trend zu negativen Netto-Ausgaben bei kleineren Denominationen eine Verschiebung im Nutzungsverhalten.
Für die Verbraucher bedeutet dies eine weitere Anpassung an eine zunehmend bargeldlose Gesellschaft, auch wenn der Euro als physisches Zahlungsmittel weiterhin eine wichtige Rolle spielt.