Italien: Haushalte erhöhen Finanzvermögen, Firmen-Schulden steigen
Italienische Haushalte erhöhten im vierten Quartal 2025 ihre Finanzanlagen netto um 34,2 Milliarden Euro, während die Verbindlichkeiten um 15,6 Milliarden Euro zunahmen. Unternehmen erwarben Finanzanlagen für 4,9 Milliarden Euro, ihre Verbindlichkeiten stiegen um 27,9 Milliarden Euro.
Haushalte bevorzugen Einlagen und Anleihen
Im vierten Quartal 2025 verzeichneten italienische Haushalte einen Nettoerwerb von Finanzanlagen in Höhe von 34,2 Milliarden Euro.
Diese Entwicklung war maßgeblich durch einen Anstieg der Einlagen um 20 Milliarden Euro sowie durch Käufe von Schuldverschreibungen im Wert von 10,2 Milliarden Euro geprägt.
Auch Produkte der Vermögensverwaltung trugen mit 4,2 Milliarden Euro zu den Zuwächsen bei.
Weitere Finanzanlagen, die hauptsächlich Handelskredite umfassen, erhöhten sich um 7,7 Milliarden Euro.
Demgegenüber standen Nettoverkäufe von Aktien und sonstigen Eigenkapitalanteilen in Höhe von 7,9 Milliarden Euro.
Die finanziellen Verbindlichkeiten der Haushalte stiegen im selben Zeitraum um 15,6 Milliarden Euro, primär getrieben durch höhere sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (6,5 Milliarden Euro, vorwiegend Handelsschulden) und mittel- sowie langfristige Bankdarlehen (5,9 Milliarden Euro).
Firmen-Verbindlichkeiten steigen deutlich
Im vierten Quartal 2025 erwarben italienische Unternehmen Finanzanlagen im Wert von 4,9 Milliarden Euro.
Einlagen stiegen um 14,1 Milliarden Euro, sonstige Finanzanlagen (primär Handelskredite) um 9,5 Milliarden Euro.
Käufe von Schuldverschreibungen (2,6 Milliarden Euro) und Vermögensverwaltungsprodukten (2,3 Milliarden Euro) überkompensierten Nettoverkäufe von Aktien und Eigenkapitalanteilen (-23,6 Milliarden Euro).
Die finanziellen Verbindlichkeiten der Unternehmen erhöhten sich um 27,9 Milliarden Euro, getrieben durch sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (14,6 Milliarden Euro, vorwiegend Handels- und Fiskalschulden), Darlehen (6,8 Milliarden Euro) und die Emission von Aktien und Eigenkapitalanteilen (5,1 Milliarden Euro).
Quelle: Financial Accounts - 4th Quarter 2025
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