Italien: BIP-Wachstum schwach, Inflation steigt 2026
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Italien: BIP-Wachstum schwach, Inflation steigt 2026

Die Banca d'Italia prognostiziert für Italien ein gedämpftes BIP-Wachstum von 0,5 Prozent im Jahr 2026. Die Inflation soll 2026 auf 3,1 Prozent steigen, bevor sie sich 2027 und 2028 dem 2-Prozent-Ziel nähert.

Gedämpftes Wachstum, steigende Preise

Die Banca d'Italia prognostiziert für Italien ein gedämpftes BIP-Wachstum in den Jahren 2026 und 2027, mit einer anschließenden Erholung im Jahr 2028.

Die Wirtschaftsaktivität wird durch eine schwächere Binnennachfrage gebremst, beeinflusst von gestiegenen Energiepreisen und erhöhter geopolitischer Unsicherheit.

Das BIP soll 2026 um durchschnittlich 0,5 Prozent, 2027 um 0,4 Prozent und 2028 um 0,9 Prozent wachsen.

Die Verbraucherpreise werden 2026 voraussichtlich um durchschnittlich 3,1 Prozent ansteigen, sich aber in den Jahren 2027 und 2028 auf 2,0 bzw. 1,9 Prozent stabilisieren.

Die Kerninflation ohne Nahrungsmittel und Energie wird über den gesamten Prognosezeitraum nahe 2 Prozent erwartet.

Diese Schätzungen basieren auf Informationen bis zum 27. Mai.

Eine spätere Istat-Revision vom 29. Mai, die das BIP-Wachstum für das erste Quartal 2026 um 0,1 Prozentpunkte nach oben korrigierte, ist noch nicht enthalten.

Unter Berücksichtigung dieser Revision würde das BIP-Wachstum für 2026 voraussichtlich 0,6 Prozent betragen, getragen von stärkerem Konsum und Exporten.

Unsicherheit prägt den Ausblick

Die Prognosen der Banca d'Italia basieren auf der Annahme, dass Energiepreise 2026 deutlich steigen und danach allmählich sinken, während sich das Wachstum des internationalen Handels dieses Jahr verlangsamt.

Die Kreditkosten für Unternehmen und Haushalte dürften im Prognosezeitraum steigen.

Die Schätzungen für 2027 wurden gegenüber den April-Prognosen leicht nach unten korrigiert, die für 2028 nach oben.

Die Arbeitslosigkeit soll dieses Jahr sinken und sich dann stabilisieren.

Die Banca d'Italia betont die hohe Unsicherheit der Prognosen.

Weitere Rohstoffpreisanstiege würden den Inflationsdruck erhöhen und das Wachstum belasten, insbesondere bei finanziellen Spannungen und einer Verschlechterung der Weltwirtschaft.

Die Auswirkungen der Nahost-Krise wurden in alternativen Szenarien bewertet, die mit denen der EZB für den Euroraum abgestimmt sind.

Italiens Wirtschaft im Spannungsfeld

Die italienische Wirtschaft steht vor einer Phase anhaltender Unsicherheit, die durch externe Schocks wie Energiepreise und geopolitische Spannungen verstärkt wird.

Die leicht nach oben korrigierten Inflationserwartungen der Banca d'Italia, die über denen der meisten Analysten liegen, deuten auf eine hartnäckigere Preisentwicklung hin.

Dies könnte die Spielräume für eine geldpolitische Lockerung weiter einschränken und die Erholung verzögern.