Geldmengenaggregate M3 und M1 im Euroraum zeigen kräftiges Wachstum im Januar
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Geldmengenaggregate M3 und M1 im Euroraum zeigen kräftiges Wachstum im Januar

Die Geldmenge M3 im Euroraum wuchs im Januar 2026 um 3,3 Prozent, nach 2,8 Prozent im Dezember. Auch die engere Geldmenge M1 beschleunigte sich auf 5,3 Prozent, während Kredite an Unternehmen leicht zurückgingen.

Kräftiges Wachstum bei den Geldmengenaggregaten M3 und M1

Das jährliche Wachstum der breiten Geldmenge M3 im Euroraum stieg im Januar 2026 auf 3,3 Prozent, verglichen mit 2,8 Prozent im Dezember.

Im Dreimonatsdurchschnitt bis Januar lag das Wachstum bei 3,0 Prozent.

Die engere Geldmenge M1, bestehend aus Bargeldumlauf und täglich fälligen Einlagen, beschleunigte sich ebenfalls deutlich von 4,7 Prozent im Dezember auf 5,3 Prozent im Januar.

Kurzfristige Einlagen außer täglich fälligen Einlagen (M2-M1) schrumpften im Januar um 0,6 Prozent.

Im Gegensatz dazu verzeichneten marktfähige Instrumente (M3-M2) einen Anstieg von minus 0,6 Prozent auf plus 1,6 Prozent.

Die Beiträge zum M3-Wachstum zeigen, dass M1 mit 3,3 Prozentpunkten den größten Anteil hatte.

Einlagen von Haushalten stiegen von 3,0 auf 3,2 Prozent, während Einlagen von Nicht-Finanzunternehmen unverändert bei 3,4 Prozent blieben.

Besonders stark war der Anstieg der Einlagen von Investmentfonds, die von 3,7 auf 9,8 Prozent zulegten.

Kreditvergabe an Unternehmen schwächt sich ab

Die gesamte Kreditvergabe an Euro-Raum-Ansässige stieg im Januar 2026 auf eine jährliche Wachstumsrate von 2,4 Prozent, nach 2,3 Prozent im Vormonat.

Forderungen an den Staat erhöhten sich auf 0,9 Prozent, an den Privatsektor auf 3,0 Prozent.

Die bereinigten Kredite an den Privatsektor verharrten bei 3,3 Prozent.

Innerhalb der Kreditnehmersektoren blieben die bereinigten Kredite an Haushalte mit 3,0 Prozent unverändert.

Im Gegensatz dazu sank die jährliche Wachstumsrate der bereinigten Kredite an Nicht-Finanzunternehmen von 3,0 Prozent im Dezember auf 2,8 Prozent im Januar.

Dies deutet auf eine leichte Abkühlung der Unternehmensfinanzierung hin, während die Kreditnachfrage der Haushalte stabil blieb.

Gemischte Signale für die Wirtschaft

Die aktuellen Geldmengen- und Kreditdaten senden gemischte Signale für die Wirtschaft des Euroraums.

Während das beschleunigte Wachstum von M3 und M1 auf eine verbesserte Liquidität hindeutet, dämpft der Rückgang der Unternehmenskredite die Aussicht auf eine breite wirtschaftliche Erholung.

Die EZB wird diese Entwicklungen genau beobachten müssen, um die Wirksamkeit ihrer geldpolitischen Maßnahmen zu beurteilen und die Stabilität zu gewährleisten.

Quelle: Monetary developments in the euro area: January 2026

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