BDI-Studie: Grüne Investments in Italien oft eigenfinanziert
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BDI-Studie: Grüne Investments in Italien oft eigenfinanziert

Nur ein Viertel der italienischen Firmen tätigt grüne Investitionen, primär aus Eigenmitteln. Eine neue Studie der Banca d'Italia beleuchtet Finanzierungswege und die Rolle der Banken.

Eigenfinanzierung dominiert grüne Projekte

Die Studie der Banca d'Italia (BDI) analysiert nachhaltige Unternehmensfinanzierung in Italien zwischen 2021 und 2024.

Sie definiert grüne Investitionen als Projekte zur Verbesserung der Energieeffizienz oder zur Steigerung der Nutzung bzw. Produktion erneuerbarer Energien.

Nur etwas mehr als ein Viertel der befragten Unternehmen gab an, solche Investitionen getätigt zu haben, wobei eine starke positive Korrelation zur Unternehmensgröße besteht.

Die Finanzierung erfolgt hauptsächlich über interne Ressourcen.

Bankkredite spielen eine wichtigere Rolle für kleinere Firmen, während marktbasierte Instrumente marginal bleiben.

Größere Unternehmen finanzieren diese Investitionen eher aus eigenen Mitteln als ähnlich große nicht-grüne Firmen oder kleinere Unternehmen mit umweltfreundlichen Projekten.

Die befragten Banken geben an, dass grüne Kredite immer noch einen begrenzten Anteil am gesamten Bankkredit für Unternehmen ausmachen.

Dies könnte die Schwierigkeiten der Intermediäre widerspiegeln, die Umweltziele der Unternehmen in ihre Kreditrisikobewertungsmodelle zu integrieren.

Zwischen 2021 und 2023 machten grüne Kredite 4 Prozent der ausgezahlten Beträge aus, 2023 waren es 3 Prozent der ausstehenden Beträge.

Nachhaltige Finanzierung im komplexen Ökosystem

Das wachsende Bewusstsein für den Klimawandel hat die Aufmerksamkeit auf Umwelt- und Sozialrisiken gelenkt.

Die Nachfrage von Investoren nach besseren nicht-finanziellen Informationen treibt die Entwicklung von ESG-Ansätzen voran.

Nachhaltige Finanzierung integriert ESG-Faktoren in Finanzierungsentscheidungen und wird zunehmend als Instrument zur Ausrichtung von Investitionen auf eine kohlenstoffarme Transformation genutzt.

Trotz fehlender internationaler Standards und unterschiedlicher Taxonomien sind ESG-Kriterien weit verbreitet.

Banken spielen eine wichtige Rolle als Kreditgeber, während öffentliche Finanzinstitutionen den Zugang zu nachhaltiger Finanzierung durch staatlich garantierte oder subventionierte Kredite fördern.

Regulierungsbehörden können Unternehmen und Finanzintermediäre ermutigen, ESG-Faktoren zu integrieren, beispielsweise durch Berichtspflichten und die Definition nachhaltiger Aktivitäten.

Die CSRD-Richtlinie der EU, die seit 2024 für große börsennotierte Unternehmen gilt, wird in den kommenden Jahren auf weitere Firmen ausgeweitet, wobei ungelistete KMU auf freiwilliger Basis berichten.

Banken als Bremser der Transformation

Die Studie offenbart eine Diskrepanz zwischen dem Bedarf an grünen Investitionen und der Bereitschaft der Banken, diese zu finanzieren.

Insbesondere die Schwierigkeiten der Institute, Umweltrisiken zu bewerten, bremsen die Transformation.

Ohne eine verbesserte Integration von ESG-Faktoren in Kreditmodelle bleibt das Potenzial nachhaltiger Finanzierung ungenutzt.